Stofftrennung

Entdecken Sie die Vorteile der Desublimation zur Stofftrennung

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In der chemischen und pharmazeutischen Industrie ist es nicht ungewöhnlich, dass im Produktionsprozess wertvolle Stoffe zugeführt werden müssen, die aber – nach einer gewünschten Reaktion – im Endprodukt nicht mehr enthalten sein sollen. Ein Beispiel ist Jod, das seltener vorkommt als die übrigen Halogene, deswegen recht teuer und im Übrigen als Gefahrstoff klassifiziert ist. Mithilfe des Minisublimators können 99,5 Prozent des wertvollen chemischen Elements zurückgewonnen werden.

Stofftrennung durch Desublimation ist anderen Stofftrennverfahren, beispielsweise der Wäsche mit Lösungsmitteln, aus Umweltschutzgründen überlegen. Eine Entsorgung von Lösungsmitteln entfällt. Die Produktreinheit und der Abscheidegrad sind im Fall der Desublimation höher. Aber auch sonst ist die Kostenbilanz eines Desublimators günstig; im bestimmungsgemäßen Einsatz ist er bis auf routinemäßige Sichtprüfungen praktisch wartungsfrei, weist keine bewegten Teile auf und verbraucht durch seine kompakte Bauform wenig Fläche.

Vormontierte Skids

Ein klassisches Problem in der Prozesstechnik besteht darin, dass der Vakuumerzeuger ein bereits kontaminiertes Stoffgemisch ansaugt und so verstopfen kann. Für den PSA (Phthalsäure Anhydrit)-Prozess hat GEA beispielsweise eine skidmontierte Vakuumstation entwickelt. Darin wird mit dem Einsatz von zwei Plutos die gesättigte Leckluft der Destillation gereinigt. Hierdurch wird ein Verstopfen der nachgeschalteten Dampfstrahler zur Vakuumerzeugung verhindert. Eine Besonderheit im PSA-Prozess besteht darin, dass jeder Pluto zwei Kammern hat, um zwei Gasströme getrennt reinigen und ein Vermischen der Desublimate – neben PSA fallen Nebenprodukte in nennenswerter Menge an – verhindern zu können. Die gereinigten Gasströme werden im Austrittsbereich wieder vereinigt.

Gea entwickelt und fertigt seit 1954 Desublimatoren, seinerzeit zuerst für den PSA-Prozess. Mini-Desublimatoren kamen 1982 ins Programm. Weil Konstruktion und Fertigung in einer Hand sind, können die Verfahrenstechniker Kundenanforderungen gleich welcher Art berücksichtigt werden, so sind auch maßgeschneiderte Apparate möglich. Auch das Schweißen von Sondermaterialien ist möglich. Hohe Apparate- und Verfahrenssicherheit sind für das Unternehmen selbstverständlich, ebenso eine Vielzahl internationaler Zertifizierungen. ●

* F. Schmitter ist Director of Product Line Desublimators bei der GEA Luftkühler GmbH, Bochum.

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