Energiemanagementsystem Energieflüsse in Kläranlagen optimieren

Quelle: Pressemitteilung ABB 2 min Lesedauer

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Kläranlagen benötigen sehr viel Energie. Um die allgemeinen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, bedarf es jetzt einer Verbesserung der Prozesse. Mithilfe eines Energiemanagementsystems lassen sich Produktivität erhöhen, Energieverbrauch senken, Verluste minimieren und der Einsatz von Chemikalien optimieren.

Luftbild der Kläranlage in Schwarzenbruck in der Nähe von Nürnberg(Bild:  ABB)
Luftbild der Kläranlage in Schwarzenbruck in der Nähe von Nürnberg
(Bild: ABB)

Das Energiemanagementsystem ABB Ability Optimax erschließt durch Steuerung und Optimierung der Energieflüsse Effizienzpotenziale in der Kläranlage Schwarzenbruck in der Nähe von Nürnberg.

Der Abwasserverband Schwarzachgruppe hat im September 2022 seine energieintelligente Kläranlage in Schwarzenbruck in Betrieb genommen. Die Kläranlage ist ein ökologisches Vorzeigeprojekt, da sie Stromverbrauch und -produktion automatisch ausgleicht, sodass eine externe Energieversorgung nur selten oder wenn gewünscht erforderlich wird. Dank dieses energieintelligenten Konzepts kann die Anlage schätzungsweise rund 300 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen. ABB Ability Energy Management and Optimization Optimax ist das Herzstück dieses innovativen Projekts, mit dem Energieeffizienzpotenziale ausgeschöpft und bestehende Energieerzeugungs- und -speicheroptionen vernetzt, gesteuert und optimiert werden können. Dazu gehören ein Wasserkraftwerk im Kläranlagenauslauf, Solaranlagen, zwei Blockheizkraftwerke, Batteriespeicher, Klärgasspeicher, Wärmespeicher (Warmwasserspeicher) und die Kopplung der verschiedenen Speicher zur kontinuierlichen Energiebereitstellung (thermisch oder elektrisch).

Darüber hinaus arbeitet die Kläranlage netzdienlich. Das bedeutet, dass die genannten technischen Einheiten der Kläranlage über das Energiemanagementsystem Optimax gesteuert werden können. Bei einem Überangebot an Strom wird z. B. der Batteriespeicher geladen - umgekehrt kann der Batteriespeicher bei geringer Produktion entladen werden. Die Software ist in der Lage, die optimale Nutzung der Speicher auf der Grundlage von Last- und Produktionsprognosen zu berechnen.

Auf dem Weg in Richtung grüne Transformation

Kaum ein Unternehmen, das sich nicht in Richtung mehr Nachhaltigkeit bewegt. Auch die Prozessindustrie setzt diesen Kurs. Chemie, Pharma und Co. wollen, nein müssen, ergrünen. Doch während kaum jemand die Notwendigkeit der grünen Transformation in Frage stellen mag, scheint der Weg noch weitgehend unbekannt. Scheitert die Nachhaltigkeitsreise, ehe sie begann?

Nicht mit den richtigen Zielen, Wegweisern und Reisebegleitern, ist Dr. Ricard Petranovic, Spezialist für CO2-Footprint-Solutions beim Automatisierungsexperten ABB, überzeugt. Denn: Wer die Transformation strategisch angehe, entsprechende KPIs definiere und die passenden Lösungen im Gepäck habe, könne schon heute in Richtung Effizienz aufbrechen und messbare Erfolge einfahren.
Wie das gelingen kann, erklärt Petranovic im GreenTEC-Podcast, Folge 6.

Überwachen, steuern, regeln und optimieren

Um ein solch komplexes Energiesystem energieeffizient überwachen, steuern, regeln und optimieren zu können, bedarf es eines intelligenten Energiemanagement- und Optimierungssystems wie Optimax. Das Pilotprojekt realisiert eine Energieeinsparung von 100 Prozent des bisherigen Strombedarfs aus dem Netz.

Die Integration der Kläranlage in den Netzbetrieb ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. Aus diesem Grund wurde das Projekt im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms der Bundesregierung mit 3,9 Millionen Euro gefördert.

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