Dosierkugelhahn Einsatz von Dosierkugelhähnen zur exakten Zudosierung von reinen Medien

Redakteur: Manja Wühr

Aufgrund ihrer exakten Reproduzierbarkeit der Durchflussmenge bieten die Dosierkugelhähne von ASV Stübbe eine Alternative zu Membranventilen.

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Membranventil oder Kugelhahn? Diese Frage stellt sich manchem Anwender bei der Armaturen-Wahl für eine Dosieraufgabe. Mit Membranventilen lassen sich zwar komplexe Dosiersysteme verwirklichen, doch dies ist nicht immer nötig. In vielen Fällen tut es auch ein – günstigerer – Kugelhahn.

Für das exakte Zudosieren reiner Medien u.a. in chemischen Anlagen und zur Wasseraufbereitung hat ASV Stübbe den Dosierkugelhahn Profidos 101 entwickelt. Um das Einsatzgebiet zu erweitern, wurde die Typenreihe jetzt um zwei Baugrößen, DN 40 und DN 50, ergänzt.

Das Herzstück dieser Armatur ist eine Kugel mit umlaufender Dosiernut. Auf dieser Ausfräsung durchströmt das Medium den Hahn, wobei sich die Kugelstellung an einer aufgeprägten Skala über einen Knebel reproduzierbar einstellen und ablesen lässt.

Mit einem 180° Schwenkantrieb ausgestattet, lässt sich der Dosierkugelhahn über eine 4…20mA Schnittstelle an eine Prozesssteuerung anschließen. Dadurch ist eine automatische Zudosierung möglich. Zusammen mit einem Durchflussmesser kann der Volumenstrom vollautomatisch geregelt und ausgewertet werden. Dank des verschweißten Armaturenkörpers kommt der Hahn ohne Einschraubteil aus. Damit entfällt auch die O-Ring-Abdichtung des Einschraubteils, eine klassische Leckageschwachstelle. Die Kugeldichtungen sind standardmäßig aus PTFE, die Weichdichtungen wahlweise aus EPDM oder FPM.

Der Hahn ist radial ein- und ausbaubar, wobei die Verschraubung nach DIN 8063 mit Klebemuffe (PVC-U) bzw. Schweißmuffe (PP) nach DIN/ISO standardisiert ist und damit ein einfaches Nachrüsten in bestehende Anlagen erlaubt. Die Armatur wird in sechs Baugrößen von DN 15 bis DN 50 in PVC-U und PP geliefert. Sie entspricht den Anforderungen nach DIN 3441 und 3442 und wird aus DIBt-zugelassenen Werkstoffen (PVC-U und PP) hergestellt. Die maximale Betriebstemperatur liegt bei 80 °C, der maximale Durchfluss beim DN 50 bei 6200 l/h. Der maximale Nenndruck ist vom Material abhängig. Die PVC-U-Ausführung ist bis PN 16 belastbar, die PP-Variante bis PN 10.

Für abrasive und feststoffhaltige Medien eignet sich der Kugelhahn allerdings nicht. Verschmutzungen und Ablagerungen in der Dosiernut würden den Durchfluss beeinträchtigen. Bei feststoffhaltigen Medien sind nach wie vor klassische Membranventile die erste Wahl.

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