Analyse-Lösungen vom Labor zum Prozess

E+H-Strategie 2020+: Darum setzt der Automatisierungsspezialist auf Analyse-Lösungen

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In Zukunft sollen auch technisch Synergie-Effekte genutzt werden, erklärten die Verantwortlichen: So sollen Technologien aus der Laboranalyse auch für Produktionsprozesse genutzt werden und umgekehrt der Transfer von der offline Analysen von Prozessproben im Labor zur online oder inline Messung direkt im Produktionsprozess möglich werden, erklärte Dr. Monika Heisterkamp, Director Marketing bei Endress+Hauser Conducta. Die online oder inline Messung soll bereits während der Produkt- und Prozessentwicklung und im Upscaling qualifiziert werden und auf identischer Technologie aufbauen, um den Sprung aus dem Labor in den Prozess zu beschleunigen.

Neuentwicklungen für die Wasseranalyse

Mit dem Chlordioxid Sensor Memosens CCS50D bringen die Analyse-Spezialisten zudem einen robusten, wartungsarmen Sensor für die Chlordioxidmessung bei Prozesswasser und in Utilities. Der Sensor soll eine effektive Desinfektion für höchste Wasserqualität und -sicherheit, zur Vermeidung einer Überdosierung von Chlordioxid oder um die Abwesenheit von ClO2 in Getränke- und Umkehrosmoseanlagen sicherstellen helfen.

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Warum Analytik Jena auch weiter unter eigenem Namen auftritt und was es mit der "roten" und "blauen" Welt der Analyse auf sich hat, erfahren Sie im zweiten Teil unserer Korea-Story!

Dank der digitalen Memosens-Technologie verbindet CCS50D maximale Prozess- und Datensicherheit mit einfacher Bedienung. Dank des Memosens-Steckers ist es möglich, den Sensor im Labor zu kalibrieren und per Plug & Play in den Prozess zu bringen. Der Anschluss an den Liquiline Multiparameter-Messumformer ermögliche außerdem eine einfache Kombination mit anderen relevanten Parametern der Flüssigkeitsanalyse, so Heisterkamp.

Theorie und Praxis: Analyse im Einsatz

Vom Technologie-Experten zum ganzheitlichen Lösungsanbieter in Sachen Analyse: Was das bedeutet, macht ein Besuch bei SKW Piesteriz an der Elbe deutlich: Am 1915 gegründeten Agrarchemie-Standort produziert SKW als Tochter des tschechischen Agrofert-Konzers Düngemittela und Chemieprodukte auf Ammoniak- und Harnstoffbasis. Mit einem nach Piesteritz benannten Verfahren wird hier außerdem hochkonzentrierte Salpetersäure und dabei auch eine Komponente für Raketentreibstoff hergestellt.

Für Forschung und Produktentwicklung setzt man in Sachsen Anhalt ebenso wie für Qualitäts- und Produktanalyse auf Laborausstattung von Analytik Jena. Ein Forschungs-Jahresbudget in Milliardenhöhe unterstreicht die Bedeutung des Bereichs für den Standort, erklären SKW-Sprecher.

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