Fraunhofer-Studie Offshore-Wasserstoff könnte Milliarden sparen

Quelle: Fraunhofer IEE 1 min Lesedauer

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Die Offshore-Wasserstoffproduktion ist einer Studie des Fraunhofer IEE effizienter als an Land. Die Nähe zu Offshore-Windkraftanlagen spart Energie und reduziert hohe Kosten für den Netzausbau. Zwei Modell-Energieinseln könnten Deutschlands Energiesystem jährlich bis zu 4,3 Milliarden Euro einsparen.

Die Produktion von Wasserstoff in der Nähe von Offshore-Windkraftanlagen verringert Energieverluste und senkt Investitionskosten für lange Stromleitungen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Produktion von Wasserstoff in der Nähe von Offshore-Windkraftanlagen verringert Energieverluste und senkt Investitionskosten für lange Stromleitungen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE kommt zu dem Schluss, dass die Offshore-Erzeugung von Wasserstoff effizienter ist als die Onshore-Erzeugung. Die Wasserstoffproduktion in unmittelbarer Nähe von Offshore-Windkraftanlagen reduziert die Energieverluste und Investitionen in lange Transportwege für den Strom.

Die Studie betrachtet die Ausweitung des deutschen 70-GW-Ausbauziels für Offshore-Windenergie und untersucht die wirtschaftlichen Auswirkungen der Wasserstoffproduktion auf zwei Offshore-Energieinseln, die mit jeweils 10 GW Offshore-Windenergie verbunden sind. Im Vergleich dazu wird ein zweites Szenario betrachtet, bei dem der gesamte Strom aus Offshore-Windparks über HGÜ-Kabel an Land geleitet wird und ohne weitere Einschränkungen im deutschen Energiemarkt genutzt werden kann.

Die Studie zeigt, dass durch den Aufbau einer Offshore-Wasserstoffproduktion auf den beiden Energieinseln jährlich bis zu 4,3 Milliarden Euro für das deutsche Energiesystem eingespart werden können. Die Einsparungen ergeben sich vor allem durch geringere Kosten für den Netzausbau, insbesondere für die Leitungen von der Küste in die Mitte Deutschlands, sowie durch eine höhere Auslastung der HGÜ-Leitungen.

Die beiden Energieinseln haben einen begrenzten Anschluss an das Stromnetz und liegen etwa 150 Kilometer von der Küste entfernt. Die begrenzte Netzanbindung erfolgt über Offshore-Konverterplattformen anderer Windparks, was bedeutet, dass der von den Windparks erzeugte Strom nur dann ins Netz eingespeist werden kann, wenn freie Kapazitäten im Netz vorhanden sind. Die Energieinseln können Strom auf dem europäischen Markt kaufen, um die Wasserstoffproduktion zu optimieren.

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