Pulver mit geringem Schüttgewicht und hohem Lufthaltevermögen ließen sich bislang äußerst schwer staubfrei, sicher und kompakt in FIBCs absacken. Nun bietet Greif-Velox dafür eine saubere Lösung.
Geöffnete Vakuumkammer des Velovac XL
(Bild: Greif-Velox)
Fumed Silica oder Carbon Black – das Absacken dieser Stoffe gilt in der Branche als besondere Herausforderung: Durch das geringe Schüttgewicht und hohe Lufthaltevermögen der ultraleichten Pulver resultiert der Absackprozess in der Regel in Kontaminationen innerhalb der gesamten Produktion: Mitarbeiter sind Staubemissionen ausgesetzt; Säcke und Paletten werden verschmutzt. Dies führt sowohl zu hohen Reinigungskosten der gesamten Anlage als auch zu Gefährdungen der Mitarbeiter.
Massive Erhöhung der Arbeitssicherheit
Das Velovac-Vakuumverfahren sorgt für eine saubere und schnelle Absackung in FIBCs ohne Lufteinschluss. Dies minimiert Logistik- und Transportkosten sowie den Produktverlust und erhöht die Arbeitssicherheit.
Gleichzeitig führt die Verwendung der größeren Gebinde zu ökonomischen und ökologischen Vorteilen. Die Arbeitssicherheit wird beim Velovac XL massiv dadurch erhöht, dass dieser im Gegensatz zu Pumpenpacker-Systemen mit Unterdruck und nicht mit Überdruck abfüllt, was das Gefährdungspotenzial minimiert: Platzende Säcke kommen fast gar nicht mehr vor.
Selbst im Fall der Fälle: Sollten Säcke fehlerhaft verarbeitet sein und sollte bei der Abfüllung Produkt austreten, geschieht dies innerhalb der geschlossenen Kammer. Dies wird rechtzeitig vom System detektiert, sodass die Abfüllung gestoppt wird, ohne dass Staub nach außen dringt.
Bei herkömmlichen Absackverfahren wird außerdem viel Luft miteingeschlossen, sodass die Säcke nach dem Abfüllvorgang durch die eingeschlossene Luft unförmig und instabil sind – mit deutlich negativen Effekten auf Füllzeiten und Logistikkosten. „Dieses Problem in der Branche haben wir mit dem Velovac XL nachhaltig für unsere Kunden gelöst“, so Sebastian Pohl, Director Sales und Marketing bei Greif-Velox.
Anlagenumgebung und Verpackung sauber
Das Velovac-XL-Vakuumsystem bietet eine nahezu staubfreie Absackung mit bis zu 400 Prozent verdichtetem Produkt, d. h. kompakt gefüllten Säcken ohne Lufteinschluss. Auf diese Weise sparen Anwender drei Viertel der Kosten für Lagerung und Logistik ein. Zum einen werden weniger Paletten für die gleiche Menge an Säcken benötigt. Zum anderen wird die Menge an Kunststofffolie, die zur Ladungssicherung verwendet wird, reduziert. Die Pulver mit Korngrößen von weniger als 200 Mikrometern und einem Schüttgewicht von 10 bis 450 Gramm pro Liter werden in einer komplett geschlossenen Vakuumkammer abgefüllt, in der ein atmosphärischer Unterdruck erzeugt wird, der das Produkt in den FIBC saugt. Den Anwendern geht kein wertvolles Produkt verloren, da eventuell austretender Staub abgesaugt und dem Absackvorgang direkt wieder zugeführt wird. Durch die genaue Prozesssteuerung und das speziell von Greif-Velox entwickelte Wägesystem in der Vakuumkammer ist die Abfüllung bei Unterdruck sehr präzise.
Hohe Absackleistung, einfacheres Handling
Pro Stunde können abhängig vom Aufbau der Produktzufuhr und den Produkteigenschaften vier bis zehn FIBCs abgefüllt werden – in allen gewünschten Sackgrößen mit einem Füllgewicht von bis zu 500 Kilogramm.
Im Vergleich zur Absackung in 7,5-Kilogramm-Ventilsäcke können Anwender so auf einmal eine bis zu 66-fach höhere Menge in einen FIBC abfüllen, was einer erheblichen Kosten- und Zeitersparnis entspricht. Für Endkunden wird das Handling einfacher und effizienter: Größere Säcke können schneller bearbeitet und entleert werden; zudem liegen die Kosteneinsparungen für das Verpackungsmaterial bei bis zu 30 Prozent.
Manuelle Stufe mit mobiler Hebebühne
Der Velovac XL ist je nach Kundenanforderung in verschiedenen Automatisierungsstufen verfügbar. Bei der ersten Automatisierungsstufe verwendet der Bediener eine mobile Hebebühne, über die der FIBC vor dem Abfüllvorgang in der Vakuumkammer über die Schlaufen an den Haken eingehängt und der Füllstutzen über die Fülllanze gestülpt werden kann. Über ein Bedienpanel wird die Kammer automatisch pneumatisch geschlossen und geöffnet. Mit einem Stapler kann der FIBC nach dem Abfüllvorgang entnommen und auf eine Palette gesetzt werden.
In der höchsten Automatisierungsstufe ist der Velovac XL als Full-Line verfügbar. In dieser Variante werden durch das vollautomatische Handling im Vergleich zur manuellen Stufe weniger als ein Drittel eines FTE (Vollzeitäquivalent) bei gleicher Ausbringungsmenge benötigt. Lediglich für das Einhängen und den Verschluss des FIBCs wird ein Bediener benötigt; die fest installierte, ein- und ausfahrbare Bedienbühne ermöglicht die ergonomische Bedienung der Anlage.
Stand: 08.12.2025
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Automatisierte, hochreine Abfüllung
Der FIBC wird – wie bei der ersten Automatisierungsstufe auch – ohne Palette in der Kammer befüllt, sodass insbesondere hochreine Produkte (z.B. Food Grade oder Medical Grade) weder durch Sägestaub der Holzpalette noch durch andere mögliche Verunreinigungen oder Schädlinge kontaminiert werden. Nach dem Befüllvorgang wird der FIBC automatisch über eine Transfereinheit auf eine durch das Leerpalettenmagazin bereit gestellte und zuvor austarierte Palette in die FIBC-Übergabestation befördert. Die Palette kann zuvor zum Schutz des FIBC mit einer Folienauflage ausgestattet werden. In der Übergabeeinheit wird der befüllte FIBC auf der Palette final zur Kontrolle gewogen, sodass im seltenen Fall einer leichten Überbefüllung oder eines Austritts noch Produkt abgesaugt werden kann, bevor der Sack vom Bediener verschlossen wird. Am Ende kann der FIBC sowohl manuell als auch automatisch etikettiert werden.
Verringerung des CO2-Fußabdrucks
„Die Anwender profitieren in mehrfacher Hinsicht vom effizienten, sauberen Absackprozess des Velovac XL“, sagt Pohl. „Es kommt zu einer Qualitätssteigerung bei gleichzeitiger Zeit-, Produkt- und Kostenersparnis – was bisher so mit herkömmlichen Anlagen zur Absackung ultraleichter Pulver in FIBC nicht möglich ist.“ Durch die kompakte Abfüllung in größere Gebinde werde zusätzlich der CO2-Fußabdruck beim Transport der fertigen Produkte verringert.
Darüber hinaus werden sowohl die Elektromobilität als auch den Ausbau erneuerbarer Energien massiv vorangetrieben. Denn ultraleichte Pulver wie hochwertiges Carbon Black sind wichtiger Bestandteil von Lithium-Ionen-Akkus und somit essenziell für Stromspeicheranwendungen. „Auch pyrogenes Siliciumdioxid – Fumed Silica – ist ein wichtiger Stoff zum Beispiel beim Ausbau erneuerbarer Energien“, so Pohl. „So bringen wir mit dem Velovac XL gleichzeitig wichtige Zukunftsbranchen voran.“ (müh)