Effiziente Spurenstoffelimination mit modularer Ozonanlage
Effiziente Spurenstoffelimination im Abwasser: Innovative Lösungen mit modularer Ozonanlage

Von Wolfgang Matheis, Verfahrensentwickler und Egbert Hocke,Verfahrensentwickler, beide Prominent 4 min Lesedauer

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Aufgrund der neuen EU-Kommunalabwasserrichtlinie werden zahl­reiche Kläranlagen eine vierte Reinigungsstufe zur Elimination von Spurenstoffen integrieren müssen. Eine modulare Ozonierung mit nachfolgender Filtrationsstufe bietet eines der effizientesten Viert­behandlungen, um die neuen Vorgaben erzielen zu können.

Die vierte Stufe kommt – in Form der modularen Ozonanlage Dulcozon Ozla.(Bild:  ©Werner - stock.adobe.com; Prominent)
Die vierte Stufe kommt – in Form der modularen Ozonanlage Dulcozon Ozla.
(Bild: ©Werner - stock.adobe.com; Prominent)

Voraussichtlich im Herbst 2024 wird die Neufassung der Richtlinie für alle EU-Mitgliedstaaten in Kraft treten. Artikel 8 der neuen Richtlinie definiert die Anforderungen zur Elimination von Spurenstoffen bis zum Jahr 2045 für Kläranlagen der Größenklasse 5 (über 150.000 Einwohner; bundesweit rund 240 Kläranlagen) sowie für Kläranlagen kleinerer Gemeinden, welche in sensitive Gewässer einleiten. Zu den anthropogenen Spurenstoffen, auch als Mikroverunreinigungen oder Mikroschadstoffe bezeichnet, zählen Arznei-, Pflanzenschutz- und Reinigungsmittel, Kosmetikprodukte sowie Industriechemikalien. In den meisten Kläranlagen werden diese Spurenstoffe zurzeit noch nicht oder nicht vollständig abgebaut und zurückgehalten.

Die neue Richtlinie hat jetzt zwölf Leitsubstanzen als Richtwert festgelegt. Demzufolge müssen bei der Abwasserbehandlung mindestens sechs der aufgeführten Substanzen mindestens 80 Prozent reduziert werden. Exemplarisch seien hier das Schmerzmittel Diclofenac und das Korrosionsschutzmittel Benzotriazol genannt.