EAN Datamatrix-Code

EAN Datamatrix-Code setzt sich bei der lückenlosen Produktverfolgung in der Pharmaindustrie durch

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Datamatrix bleibt Nr. 1

Für das Aufbringen des serialisierten Codes kommen verschiedene Kennzeichnungstechnologien in Frage. Für die Direktbeschriftung beispielsweise einer Blisterverpackung oder Faltschachtel sind Inkjet- und Lasersysteme geeignet. Für die indirekte Kennzeichnung etwa von Kartons oder Großverpackungen sind Etiketten die erste Wahl mit optischen Codierungen (Barcodes oder Dotcodes) oder auch RFID-gestützt.

Bei der Wahl des Codes hat man in der Praxis dagegen kaum Alternativen. „In der Pharmaindustrie hat sich auf Artikelebene der Datamatrix-Code bewährt, da er deutlich mehr Informationen beinhalten kann als ein eindimensionaler Barcode“, so Hoppen. Ein weiterer Pluspunkt: Der Datamatrix-Code kann mit den verschiedensten Kennzeichnungstechnologien, wie Laser- und Inkjet-Codierer, Thermotransferdrucker sowie Etikettendrucker und Spender, aufgebracht werden.

„Der 2D-Code stellt eine kostengünstige und äußerst zuverlässige Möglichkeit dar, enorme Datenmengen auf minimalem Raum abzubilden“, weiß auch Wolke-Geschäftsführer Keller. „Die Größe des Datamatrix kann an dessen Datenmenge angepasst werden, sodass der Code selbst mit detaillierten Informationen relativ klein gehalten werden kann.“ Die 2D-Codierung hält wegen der hohen Datenredundanz auch erschwerten Bedingungen stand. Dies verbessert die Lesbarkeit der Daten, selbst für den Fall, dass 20 Prozent des Codes zerstört sind.

RFID besitzt Potenzial

Die Potenziale der RFID-Technologie deuten jedoch darauf hin, dass diese eine immer wichtigere Rolle im Hinblick auf die Sicherheit in der Arzneimittellogistik spielen wird, auch wenn noch die eine oder andere technische Hürde genommen werden muss. „In den Bereichen Sekundär- und Tertiärkennzeichnung trifft man die RFID-Technologie immer häufiger an“, bemerkt Pflieger und räumt aber ein, dass man von einer flächendeckenden Entwicklung auch in diesem Industriezweig noch nicht sprechen kann.

„Die Möglichkeit RFID-Tags auch aus größerer Entfernung zu lesen, ist bei Artikeln geringer Größe nach wie vor unpraktikabel – und zwar aus dem einfachen Grund, dass mit dem Tag natürlich auch die Antenne kleiner wird und damit die ,Reichweite abnimmt“, erklärt Pflieger.

Je geringer aber die Reichweite ist – d.h. je näher das Lesegerät am Tag platziert werden muss – um so praktikabler ist immer noch ein visueller Code, wie der 2D-Datamatrix-Code mit der potenziellen Fähigkeit, mehr Daten speichern und Lesesignale leichter den spezifischen Produkteinheiten zuordnen zu können. „So gesehen sind RFID-Tags ideal für Kisten und Paletten, während sich der 2D-Datamatrix-Code besser eignet für die Kennzeichnungsebenen Packung, Einzelartikel, Einzeldosis und noch kleinere Einheiten“, bringt es Pflieger auf den Punkt.

Die Autorin ist freie Mitarbeiterin bei PharmaTEC.

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