Hygiene-Pumpen

Drehzahlregelbare Pumpen in der Food & Pharma-Industrie erhöhen die Prozesssicherheit und sparen Energie

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Interessant für Anlagenbauer erscheint auch die Standardisierung von Anlagen. Trotz unterschiedlicher Maschinenleistungen kann die Pumpe als Komponente in Leistungsbereiche (kW-Abstufungen) klassifiziert werden. Eine exakte Betriebspunktbestimmung ist dann nicht mehr unbedingt erforderlich, das Optimieren der Pumpenleistung auf die anlagentypische Kennlinie erfolgt bei Inbetriebnahme. Die Aufgabe der firmen- bzw. kundenspezifischen Grundkonfiguration oder Ausgangsparametrierung kann dem Pumpenhersteller übertragen werden und senkt somit weiter den Aufwand bei der Inbetriebnahme.

Beim Reinigen von Anlagen der Food & Pharma-Industrie ist ein drehzahlverstellbarer Antrieb ebenfalls von Vorteil: Dann arbeitet die Pumpe mit der maximalen Drehzahl, um das gewünschte hohe Fördervolumen für die CIP-Reinigung bereit zu stellen.

Praxisbeispiel 1: Filterbeschickung

Filteranlagen weisen mit zunehmender Standzeit eine größere Druckdifferenz auf. Diese Messgröße dient in der Regel als Indikator für die Filtererschöpfung. Besteht die Forderung nach gleich bleibender Mengenleistung, liefert ein Durchflussmesser den aktuellen Istwert, und die Pumpe regelt den ansteigenden Gegendruck durch zunehmende Drehzahl aus. Zudem können Zustandsänderungen auf der Saugseite der Pumpe ausgeglichen werden, beispielsweise beim Umstellen auf Tanks mit unterschiedlicher Zulaufhöhe.

Zur Leistungsauslegung der Kreiselpumpe wird der größtmögliche Bedarfsfall herangezogen. Dennoch arbeitet die Pumpe nahezu über den gesamten Filtrationsprozess im Teillastbereich. Ohne Frequenzumrichter müsste die Leistungseinstellung über Drosselventile oder Bypass-Schaltungen erfolgen. Dabei arbeitet die ungeregelte Pumpe mit Nenndrehzahl und belastet das Fördermedium unnötig. Scherkräfte wirken sowohl in der Pumpe als auch am Drosselventil und beeinträchtigen die Produktqualität und Filtrierbarkeit. Zudem findet ein Wärmeeintrag ins Fördermedium statt, hohe Strömungsgeräusche verschlechtern das Arbeitsumfeld und die Dosage von Filtrationshilfsmittel gestaltet sich schwieriger (geringere Standzeit des Filters).

Praxisbeispiel 2: Kreisläufe mit Entnahmestellen

Ein VE-Wasserkreislauf besitzt im allgemeinen mehrere Entnahmestellen. Unwahrscheinlich, aber möglich ist eine zeitgleiche Entnahme bei allen Zapfstellen. Zu dieser maximalen Abnahmemenge addiert sich die Mindestumwälzmenge, die aus Leitungsquerschnitt und Strömungsgeschwindigkeit ermittelt wird, um im Rückstrom die Verkeimungsgefahr auszuschalten.

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