Pharma-Anlagenbau Südosteuropa Dr. Armin Mayer: „Lokale Subunternehmer in Südosteuropa brauchen sehr viel Betreuung“

Redakteur: Marion Henig

Chemgineering betreut zahlreiche Pharma-Projekte in Südosteuropa, derzeit noch vom Standort Wien aus. Welche Besonderheiten es vor Ort zu beachten gibt und worin sich Südosteuropa zur Boom-Region Asien unterscheidet: Diese Fragen beantwortet Dr. Armin Mayer, Direktor und Leiter Account Management der Chemgineering Gruppe sowie Geschäftsführer der Chemgineering Technology GmbH im PROCESS-Interview.

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PROCESS: Herr Dr. Mayer, internationale Pharma-Unternehmen wie Novartis oder Sandoz siedeln sich zunehmend in Südosteuropa an. Sie kennen die Besonderheiten der Region gut, immerhin sind seit ihrem ersten Projekt in Südosteuropa in Skopje, Makedonien, nun schon sieben Jahre vergangen. Was macht die Region so attraktiv?

Dr. Armin Mayer: Zum einen ist es die geografische Nähe, die uns die Region doch etwas greifbarer macht. Übrigens bestehen von Österreich aus traditionell schon lange gute Beziehungen zu den Ländern Südosteuropas. Zum anderen ist die Pharmaindustrie für die Größe der Länder in dieser Region verhältnismäßig stark ausgeprägt. Die Unternehmen hier haben mit der Zeit erkannt, dass Anlagen an europäische und internationale Standards adaptiert werden müssen. Das geht am schnellsten mit erfahrenen Partnern wie Chemgineering. Unser über Jahre akkumuliertes GMP-Wissen kommt hier also gewinnbringend zum Einsatz.

PROCESS: Schon vor einem Jahr planten Sie, das Engagement von Chemgineering in Südosteuropa noch stärker auszubauen. Welche Ziele und Projekte haben Sie seitdem in dieser Region umsetzen können?

Dr. Armin Mayer: Ziel war es zum einen, in dieser Region eine eigene Firma aufzubauen. Eben diese Firma befindet sich gerade in Belgrad, Serbien, in Gründung. Darüber hinaus bereiten wir gerade die Taufe unserer zweiten Niederlassung in einem anderen südosteuropäischen Land vor. Zum anderen sind wir mit dem Ziel in die Region aufgebrochen, ein umfangreiches Netzwerk an Partnern zu entwickeln. Der Ausbau unserer Firmenkontakte ist uns bisher auch gut gelungen: Seitdem wir in Südosteuropa anbieten, haben wir vor Ort bereits über 30 Projekte abwickeln können.

PROCESS: Welche aktuellen Projekte betreuen Sie denn im Moment in Südosteuropa, wie hoch ist das Auftragsvolumen?

Dr. Armin Mayer: Im Moment haben wir Projekte für internationale und lokale Pharmakunden in Serbien, Rumänien und Slowenien laufen. Über das Auftragsvolumen kann ich Ihnen an dieser Stelle keine Angaben machen. Aber um die Größenordnung etwas zu verankern: Wir bearbeiten zurzeit in der Region Projekte mit einer Gesamtinvestitionshöhe von 90 Millionen Euro.

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