„Wir zünden die nächste Stufe der Digitalisierung der funktionalen Sicherheit und stellen den Nutzen anhand von praktischen Anwendungen vor“, mit diesem Versprechen ist HIMA auf der Achema 2024 angetreten. Das Resümee nach einer Woche: Versprechen erfüllt!
HIMA hat auf der Achema gezeigt, wie die Digitalisierung der funktionalen Sicherheit nicht nur die Compliance und das Risikomanagement verbessert, sondern auch erhebliche Kostenersparnisse und Effizienzsteigerungen ermöglicht.
(Bild: HIMA)
Spätestens seit der Namur-Hauptsitzung 2022 ist die Botschaft des damaligen Sponsors in der Prozesswelt fest verankert: Die Digitalisierung der funktionalen Sicherheit revolutioniert die Prozessindustrie, indem sie Betreiber bei zentralen Aufgaben unterstützt, die für einen sicheren und regelkonformen Betrieb unerlässlich sind und beträchtliches Optimierungspotenzial bieten. Eineinhalb Jahre später bot die Achema 2024 für HIMA DIE Bühne, um „die nächste Stufe zu zünden“ und dem internationalen Fachpublikum unter dem Motto „safety goes digital“ zu beweisen, welchen Mehrwert die Digitalisierung der Funktionalen Sicherheit schafft.
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Was hat sich seit der Namur-Hauptsitzung getan und auf den diesjährigen Messeauftritt eingezahlt? „Wir müssen klar zur Kenntnis nehmen, dass unsere Kunden einer hohen Dynamik ausgesetzt sind – Stichwort hohe Energiekosten, um nur ein Beispiel zu nennen“, erklärt CEO Jörg de la Motte. Und aus dieser Dynamik resultiere mehr Offenheit für innovative Lösungen, die helfen, die großen Herausforderungen dieser Zeit zu bewältigen. Kundennähe lautet entsprechend bei HIMA das Zauberwort. Viele der Themen, die auf der Achema gezeigt wurden, werden aktuell pilotiert oder sind bereits in der Einführung bei den Kunden. „Wir stehen mit unseren Kunden im engen Dialog und gestalten Applikationen gemeinsam mit ihnen. Diese engen Kundenpartnerschaften zeichnen uns als mittelständischen Safety-Automatisierer aus“, betont de la Motte, und das mache den Unterschied zu konzerngebundenen Automatisierern aus.
„Wir stehen mit unseren Kunden im engen Dialog und gestalten Applikationen gemeinsam mit ihnen. Diese engen Kundenpartnerschaften zeichnen uns als mittelständischen Safety-Automatisierer aus.“ Jörg de la Motte, CEO, HIMA
(Bild: HIMA)
„Unser erstes Achema-Highlight war daher sicherlich das Standkonzept an sich“, blickt der Unternehmenschef auf die Messewoche zurück. So bekamen die Besucher zwar nur einzelne Produkte zu sehen, diese aber eingebunden in konkrete Anwendungsfälle, sogenannte Showcases. Das Besondere: der gesamte Messestand war sicher, also „secure“ mit dem Customer Solutions Center von HIMA in Brühl verbunden, „so dass wir in den Showcases echte Anwendungen live vorstellen konnten, nicht nur Powerpoints“, betont de la Motte. Kunden können diese sicheren Verbindungen nutzen, um Funktionen wie die Simulation von Sicherheitssteuerungen, die automatische Inventarisierung von Safety Assets oder automatisierte Wiederholungsprüfungen durchzuführen, auch wenn Anlagen räumlich voneinander getrennt sind.
„Was wir auf der Achema gezeigt haben, waren nicht grundsätzliche neue Dinge“, ergänzt Peter Sieber, Vice President Strategic Marketing, „sondern ist die konsequente Weiterentwicklung, die praktische Umsetzung dessen, was wir zur Namur in weiten Strecken als Konzept, als Idee präsentiert haben.“
Damit ist es an der Zeit, die insgesamt fünf Showcases näher zu betrachten.
Digitale Lernplattform
Starten wir mit der vollständig digitalisierten Ausbildungsplattform Safety Navigator. „Hier setzen wir einen neuen Standard in der Ausbildung in der funktionalen Sicherheit und das für verschiedene Zielgruppen“, erklärt de la Motte, zunächst – in Kooperation mit fünf internationalen Hochschulen – für Studierende, in der nächsten Stufe dann auch für Kunden. „Eine tolle Sache! Und übrigens das erste konkrete Produkt, das im himalaya, unserem Innovation Lab in Mannheim, entstanden ist.“ Der Safety Navigator beinhaltet die vollständigen Lehrinhalte für die jeweilige Ausbildung und die dazugehörigen Leistungsnachweise. Jeder Studierende kann seine individuellen Lernpakete selbst festlegen, was ein Maximum an Flexibilität im Bereich der universitären Bildung darstellt. Die Partneruniversitäten erhalten Zugang zu einem hochwertigen Ausbildungsprogramm.
Ohne Security keine funktionale Sicherheit
Der zweite Showcase beschäftigt sich mit dem Thema Safety und Security. „Das bedeutet für uns: Welchen Beitrag können wir leisten, damit unsere Kunden nicht nur ihre Safety-bezogenen Herausforderungen, sondern diese auch unter Berücksichtigung von Security-Aspekten lösen können“ verdeutlicht Sieber. Ende letzten Jahres sei in der Revision der technischen Regeln für Betriebssicherheit erstmals fixiert worden, dass Sicherheitssysteme auch unter Berücksichtigung von Security-Risiken in der Lage sein müssen, die für die jeweilige Anlage geforderte Risikoreduzierung zu erreichen. „Das heißt, die Koordination von Safety und Security hat einen zunehmenden Stellenwert!“ Mit einem dreistufigen Sicherheitsportfolio – von Basis-Sicherheitsmaßnahmen bis zu fortgeschrittenen Intrusion-Detection-Systemen – zeigt HIMA, wie das geht, und zwar sowohl für neue als auch bestehende Anlagen. „Zudem zeigen wir“, so Sieber, „welche Möglichkeiten ein Hacker nutzen kann, um Systeme erfolgreich anzugreifen, und wie wir solchen Angriffen gemeinsam mit unseren Kunden erfolgreich begegnen können.
Nahtlose Engineering-Prozesse
„Beim Thema Digitalisierung der funktionalen Sicherheit reden wir immer über modulare Ansätze, die sich nahtlos in existierende Infrastrukturen bei unseren Kunden einfügen lassen.“ Peter Sieber, Vice President Strategic Marketing, HIMA
(Bild: HIMA)
Gerade im Engineering-Prozess werden enorme Datenmengen mit bislang weitgehend voneinander unabhängigen Werkzeugen erzeugt und verarbeitet. „Streamline Engineering bedeutet für uns die nahtlose Integration der Daten durch alle Phasen des Engineerings von Sicherheitseinrichtungen“, beschreibt Sieber Showcase Nummer 3. Das spare nicht nur Zeit und Kosten, sondern verbessere auch die Qualität der Abläufe, was zur Reduktion unplanmäßiger Änderungen und damit verbundenen manuellen Eingriffen führt. „Das Besondere an unserer Lösung ist, dass sie modular in existierende Infrastruktur unserer Kunden eingebunden werden kann. Das ist für uns ein ganz wichtiges Credo! Denn wenn wir über das Thema Digitalisierung der funktionalen Sicherheit reden, dann reden wir immer über modulare Ansätze, die sich nahtlos in existierende Infrastrukturen einfügen lassen.“ Keiner verspüre große Lust darauf, alles wegzuschmeißen. „Natürlich versucht man, Investitionen aus der Vergangenheit nach Möglichkeit weiter zu nutzen. Wir zeigen anschaulich, wie man, basierend auf einer existierenden Infrastruktur, trotzdem Engineering-Prozesse automatisieren kann.
Der vierte Showcase demonstriert, wie die Digitalisierung des Sicherheitslebenszyklus die Überwachung und Einhaltung von Sicherheitsvorschriften erleichtert. Von HAZOP- und LOPA-Studien bis zur automatisierten Durchführung von Sicherheitstests werden Anwendungen präsentiert, die den Betrieb sicherer und effizienter machen. HIMA verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz und zeigt einen digitalen Workflow, mit dem die vorgeschriebenen Wiederholungsprüfungen und deren Auswertungen automatisiert und vereinfacht werden können. So werden Betreiber entlastet, und die Sicherheit steigt, da Fehler frühzeitig erkannt werden.
Digitalisierter Sicherheitslebenszyklus
Der fünfte Showcase ist für Jörg de la Motte, die „Krönung des Ganzen“, und der Unternehmenschef ist stolz darauf, „was das Team hier für die Achema auf die Beine gestellt hat. Wir nennen es eine Solution Suite, also ein Lösungspaket für die Digitalisierung des Sicherheitslebenszyklus.“ Es unterstützt Betreiber dabei, die Zuverlässigkeit der eingesetzten Komponenten zu überwachen und bei Abweichungen von den erwarteten Werten Korrekturmaßnahmen zu ergreifen. Die Visualisierung erfolgt über konfigurierbare Dashboards, die maßgeschneiderte Informationen je nach Nutzerprofil – vom Sicherheitsingenieur bis zum Betriebsverantwortlichen – bieten. So erhält der Sicherheitsingenieur detaillierte Daten zur Betriebssicherheit spezifischer Funktionen, während der Betriebsverantwortliche einen schnellen Überblick über Sicherheitsfunktionen und deren Prüfstatus gewinnt. Die individualisierbaren Dashboards basieren auf vordefinierten Templates, die bei Bedarf erweitert werden können, um spezifische Anforderungen zu erfüllen. Dies beinhaltet zusätzlich die Nachweise der Betriebsbewährung sowie die Überwachung der Einhaltung der vordefinerten Fahrweise der Anlagen wie z. B. „Low Demand Mode“ oder Nutzung von Brückungsschaltern.
Geschäftsjahr 2023 – das bisher erfolgreichste für Hima
Anlässlich der Achema gaben CEO Jörg de la Motte und CFO Dr. Michael Löbig auf einer Pressekonferenz einen Überblick über das Geschäftsjahr 2023. Auf den Punkt gebracht: Die Wachstumsstrategie der Hima Group, die auf die Digitalisierung der funktionalen Sicherheit mit Mehrwert und internationale Expansion abzielt, zahlte sich aus. Der Umsatz von 151,4 Millionen Euro entspricht einem organischen Wachstum von 12 %. Durch die Integration des britischen Systemintegrators Sella Controls, der im Februar 2023 übernommen wurde, stieg der Umsatz insgesamt sogar um 20 %. Dabei dominiert Europa mit einem Umsatzanteil von 55 %, gefolgt von Asien (20 %), Middle East (17 %) und Amerika (8 %). Die internationale Expansion setzt Hima konsequent fort. Nach Sella Controls konnte im Februar 2024 die nächste Übernahme verkündet werden: Das norwegische Technologieunternehmen Origo Solutions erweitert mit seinem neuen SCADA+ System die Fähigkeiten von Hima im Bereich Renewables. Vom norwegischen Energiekonzern Equinor hat das neue Hima-Unternehmen jüngst einen Großauftrag für die Ausrüstung von Onshore- und Offshore-Anlagen erhalten.
Die Präsenz vor Ort wurde mit einem neuen Standort in Saudi-Arabien und der Erweiterung der Gruppenunternehmen in der Slowakei und in Middle East ausgebaut. Noch in diesem Jahr soll eine Niederlassung in Indien eröffnet werden. Und in Ländern, in denen die Hima Group keine eigene Gesellschaft hat, soll das Partner-Programm ausgebaut werden: Die Qualifizierung der Partner ermöglicht es dem Unternehmen, auch dort qualifizierte Engineering- und andere Leistungen anzubieten.
Die postiven Kundenfeedbacks, aber auch das Interesse der Marktbegleiter auf der Achema haben de la Motte und Sieber bestätigt: die nächste Stufe der Digitalisierung der funktionalen Sicherheit wurde mit vollem Erfolg gezündet.
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