Schüttguttechnik Die Renaissance erleben

Redakteur: Redaktion PROCESS

Vakuum-Doppelkonus- und Taumeltrockner-Anlagen waren lange Zeit die erfolgreichsten Trockensysteme für Pulver- und granulatförmige Produkte, die unter Bewegung getrocknet werden mussten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Trockner verfügen über ein ideales Mischverhalten und bieten beachtliche kurze Trockenzeiten.

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Vakuum-Doppelkonus- und Taumeltrockner-Anlagen waren lange Zeit die erfolgreichsten Trockensysteme für Pulver- und granulatförmige Produkte, die unter Bewegung getrocknet werden mussten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Trockner verfügen über ein ideales Mischverhalten und bieten beachtliche kurze Trockenzeiten.

Nachteilig bei allen Trocknern dieser Bauart sind das schwierige und beengte Handling zwischen den für die Lagerung notwendigen Kastenfüßen und die mangelhafte Reinigungsmöglichkeit. Auch der Einbau in eine Trennwand zwischen z.B. grauem und weißem Bereich ist quasi nicht lösbar. Deshalb führen diese Trockner vor allem im Steril- und Reinraum heutzutage nur noch ein Schattendasein.

Das auf Vakuum-Trocknungstechnik spezialisierte Unternehmen Pink hat nun die Entwicklung eines völlig neuartigen Vakuum-Rotationstrockners für den Einsatz im Steril- und Reinraum bekannt gegeben: den zum Patent angemeldeten RTSD, System Dreisbach. Die altbewährten Eigenschaften in Bezug auf Mischen, Trocknungszeit, Prozessführung sowie Schonung des Produktes und seiner Struktur hat der RTSD erhalten, so der Hersteller.

Im Gegensatz zu allen anderen Bauarten ist der RTSD nicht nur zur aseptischen Behandlung des zu trocknenden Produktes, sondern insbesondere auch zur Aufstellung in Steril- oder Reinräumen ideal geeignet. Der RTSD ist GMP-konform, sämtliche Forderungen von FDA, EHEDG usw. würden in vollem Umfang erfüllt, verspricht Pink. Die rotierende Behandlungstrommel ist fliegend auf einer feststehenden Achse angeordnet. Somit entfällt der zweite Kastenfuß. Die Lagerung sowie der Antrieb und die gesamte Versorgung des Produkt- und Heizraumes sind in einem geschlossenen Gehäuse integriert. Die zur Behandlungstrommel zeigende Stirnwand des Gehäuses trennt Lagerung und Antrieb etc. komplett von der Trommel und somit dem Produkthandling.

Bei Einbau in eine Trennwand, beispielsweise von grau/weiß, steril/unsteril oder Ex-geschützten/neutralen Bereichen ist eine wirksame Trennung der Räume gewährleistet. Der gesamte Anlagenteil im weißen Bereich kann so mit Spritzwasser gereinigt oder auch mit Lösung sterilisiert werden. Störende Bauteile entfallen komplett. Der RTSD hat, im Gegensatz zur Technik bis dato bekannter z.B. Doppelkonus-Trockner, kein herausnehmbares Brüdenrohr. Dies ist ebenfalls ein Vorteil, denn Brüdenrohre sind bei herkömmlichen Systemen wegen der Abdichtung zum Produktraum und zur Atmosphäre durch unkontrollierbare Hohlräume mit Risiko zur Cross-Kontamination sowie durch die dafür notwendigen Einbauten problembehaftet.

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