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Dieses Angebot erforderte zwar zunächst etwas höhere Investitionskosten als das Vergleichsangebot mit zwei ungeregelten großen und einem geregelten kleinen Kompressor, zeichnete sich jedoch durch deutlich niedrigere Energiekosten aus und war deshalb bei langfristiger Betrachtung für ABB die deutlich günstigere Offerte.
Denn die einmaligen Investitionskosten machen nur circa 10% der Gesamtkosten während der Lebensdauer eines Kompressors aus. Demgegenüber schlagen die Energiekosten mit circa 80% zu Buche.
Neue Druckluft-Station hatte klare Anforderungen zu erfüllen
ABB machte genaue Vorgaben für die neue Druckluft-Station. Sie sollte zusätzlich zur Deckung des bereits durch eine 10-Tage-Messung ermittelten Bedarfs
- die Druckluft trotz der großen Bedarfsbandbreite von 5 bis 50 m3/min mit höchstmöglicher Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit erzeugen
- auch während der Transportzeiten einen Netzdruck von mindestens 6 bar sicherstellen
- mit wassergekühlten Kompressoren mit Öleinspritzkühlung erzeugt werden. Dabei sollte sichergestellt sein, dass kein Öl aus dem Ölkreislauf in das Kühlwasser gelangen kann, weil dieses anschließend in den Rhein eingeleitet wird.
- trockene Druckluft produzieren, damit die angeschlossenen Steuerungen und Werkzeuge mit wasserfreier Druckluft versorgt werden können.
Die alten Kolbenkompressoren waren zusammen mit elektrischen Generatoren in einem Raum installiert. Bei einer neuen Lösung sollte die Druckluft-Erzeugung jedoch nicht mehr in einem ''elektrischen'' Bereich arbeiten. Andererseits sollte die Station in der Nähe des vorhandenen Druckluft-Behälters (Volumen 20 m3) installiert werden.
Container-Station ermöglicht jederzeit örtlich flexiblen Druckluft-Einsatz
Deshalb wurde zunächst die Einzelaufstellung der Kompressoren auf einem Hallendach, dann als Container-Station auf dem Hallendach favorisiert. Aus Termingründen entschied man sich dann für eine Station in einem 40"-Container, der allerdings zunächst auf der Erde vor der Halle aufgestellt wurde. Mit dieser Container-Station ist ABB jetzt immer flexibel, weil der Aufstellungsort jederzeit ohne große Kosten geändert und an neue Gegebenheiten angepasst werden kann.
Der Container wurde dabei speziell für den Einsatz bei ABB in Bad Honnef hergerichtet. Er enthält zusätzlich zur standardmäßigen Doppeltür zum Ein- und Ausbringen von Komponenten auf der Rückseite als normalen Zugang ein breites Rolltor auf einer Längsseite sowie Be- und Entlüftungsöffnungen.
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