PFAS-Verbot vs. Industrie
Dichtungen ohne PFAS? Eine Branche sucht Lösungen

Von Dominik Stephan 4 min Lesedauer

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Regulierungsbehörden erwägen ein umfassendes Verbot von per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) - was bedeutet das für die Dichtungsindustrie? Die Zukunft von PFAS in der Prozessindustrie steht auf der Kippe: Ein EU-weites Verbot dieser Hightech-Werkstoffe hätte gravierende Folgen - aber gibt überhaupt Alternativen? Wie gehen Unternehmen mit dieser Herausforderung um?

Fluorpolymere erfüllen Anforderungen, die mit anderen Werkstoffen oft nicht erreicht werden können. Ein Wegfall von PFAS-basierten Hochleistungswerkstoffen hätte drastische Folgen für viele Industriezweige.(Bild:  EagleBurgmann)
Fluorpolymere erfüllen Anforderungen, die mit anderen Werkstoffen oft nicht erreicht werden können. Ein Wegfall von PFAS-basierten Hochleistungswerkstoffen hätte drastische Folgen für viele Industriezweige.
(Bild: EagleBurgmann)

Die Stoffgruppe der per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) steht zunehmend im Fokus von Regulierungsbehörden: In den USA gilt ab 2025 eine Meldepflicht, in Europa wird sogar ein branchenübergreifendes PFAS-Verbot diskutiert. Die vielseitigen und extrem beständigen Alkylverbindungen sind seit ihrer Erfindung allgegenwärtig in Hochleistungswerkstoffen, Beschichtungen oder etwa der Medizintechnik.

Mit PTFE, bekannt unter dem Handelsnamen Teflon, beschichtete Pfannen finden sich in nahezu jedem Haushalt. Auch die Industrie setzt bei Schläuchen, Rohren, Dichtungen, ausgekleideten Pumpen, Armaturen, Ventilen und Filtermembranen auf Fluorkunststoffe, von denen es über 10.000 Varianten gibt. Dementsprechend wären von einem Verbot ganz besonders die Dichtungsindustrien betroffen, die Fluorpolymere als unverzichtbare Hochleistungswerkstoffe einsetzt. Doch was bedeutet ein mögliches PFAS-Verbot konkret für diese Branche?