Suchen

Magnetkupplungs- und Spaltrohrmotorpumpen

Dichtkunst besonderer Art

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

• Richter Chemie-Technik stellte auf der gleichen Tagung eine mit PFA/PTFE ausgekleidete Magnetkupplungspumpe vor, die bis zu 600 m³/h hochkorrosive Medien fördert. Der laufende Praxisversuch in einem großen Chemieunternehmen – die Pumpe fördert dort ein sehr korrosives Medium bestehend aus Essigsäure, Ameisensäure und Acetaldehyd bei einer Temperatur zwischen 50 und 80 °C – zeigt, dass die Erwartungen erfüllt werden. Der Betreiber geht von LCC-Kosteneinsparungen bis zu 70% aus.

• Nutzen bieten wellendichtungslose Pumpen auch in der Biodieselproduktion: Vom Fördern des Rapsöls bis hin zum Endprodukt Biodiesel bieten die dichtungslosen Seitenkanalpumpen der Sema-S-Baureihe mit Magnetantrieb von Sero in den verschiedensten Verfahrensstufen des Raffinationsprozesses Vorteile. Dazu tragen Eigenschaften wie Selbstansaugefähigkeit, Mitfördern von Gasanteilen bis 50% und die sehr guten NPSH-Werte bei.

Bildergalerie

• Mit der magnetgetriebenen Chemiepumpe Serie MXM ergänzt Iwaki sein Angebot an Prozesspumpen. Als medienberührte Materialien kommen Werkstoffe wie carbonfaserverstärktes ETFE sowie reine Keramik zum Einsatz. Für extreme Anwendungen verfügen die Pumpen über ein äußeres Gehäuse aus Kugelgraphitguss. Durch das kontaktfreie System in Verbindung mit der selbstkühlenden Lagerkonstruktion sind die Pumpen beständig gegen schwierigste Betriebsbedingungen und erhöhen sowohl die Sicherheit als auch die Lebensdauer. Hintergrund zur selbstkühlenden Konstruktion: Die Hitzeauslassöffnungen im Übergang vom Laufrad zur Magnetkapsel sorgen für eine Zwangszirkulation des Mediums um Lager und Welle. Dies reduziert die durch Reibung entstehende Hitze und vermeidet thermale Verformungen sowie Verschmelzungen. Die Pumpe verfügt zudem über ein spezielles Design, um auch bei Trockenlauf sowie saugseitigen Lufteinschlüssen den Kontakt von Lager und hinterem Anlaufring zu vermeiden. Die sonst üblichen Schäden durch Hitzeentwicklung sind somit auf ein Minimum reduziert.

Fazit

Der Markt für hermetische Pumpen lebt primär von Umweltschutz- und Sicherheitsvorschriften. Zunehmend honorieren die Betreiber bei wellendichtungslosen Aggregaten aber auch Aspekte wie niedrige Wartungskosten, lange Wartungsintervalle und hohe Verfügbarkeit. Die klassische Gleitringdichtungspumpe wird in verfahrenstechnischen Anlagen deshalb mehr und mehr ihre 2/3-Dominanz verlieren.

Der Autor ist Freier Mitarbeiter bei PROCESS.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 283764)