Korrosionsschutz Dichtemesssensoren überwachen den Korrosionsschutz von Halbzeugen

Autor / Redakteur: Hans Hahn / Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Halbzeuge sind eine weit verbreitete Lieferform in der Metallindustrie. Um diese Materialien effizient vor Rost zu schützen, müssen sie mit einen Korrosionsschutzfluid überzogen werden, das stets ein konstantes Öl-Lösemittel-Verhältnis aufweist. Anton Paar bietet dafür einen Dichtemesssensor, der die Flüssigkeit während der Konservierung genau überwacht.

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Korrosionsschutz-Monitoring in der Halbzeugindustrie – der Dichemesssensor L-Dens 313 ist robust aufgebaut und kann ohne Probleme in Prozessleitsysteme integriert werden.
Korrosionsschutz-Monitoring in der Halbzeugindustrie – der Dichemesssensor L-Dens 313 ist robust aufgebaut und kann ohne Probleme in Prozessleitsysteme integriert werden.
(Bild: Anton Paar)

Um ein Halbzeug vor korrosiven Angriffen zu schützen, muss es in ein dünnflüssiges Korrosionsschutzfluid getaucht werden. Das Fluid besteht aus einem Öl-Alkohol- bzw. Öl-Wasser-Gemisch und benetzt die Metalloberfläche. Nach dem Abdampfen des Lösemittels hinterlässt das Öl einen transparenten Korrosionsschutzfilm, der für die Wasserverdrängung sorgt. Im Produktionsbetrieb tauchen die Halbzeuge wie am Fließband in das Fluid ein, wodurch sich das Öl-Lösemittel-Verhältnis im Korrosionsschutzmittel verändert.

Um dieses Ungleichgewicht wieder auszugleichen, wird das Öl im Verhältnis zur Anzahl der in einer gewissen Zeitspanne benetzten Teile periodisch nachdosiert. Durch diese Vorgehensweise kann der Ölanteil innerhalb einer bestimmten Zeit nicht konstant gehalten werden. Dadurch weisen die konservierten Teile nicht immer die gleiche Benetzungsstärke auf. Häufig landet so zu viel von dem teuren Öl auf den Werkstoffen.

Kontinuierliche Überwachung

Um diese Probleme zu vermeiden, kann ein Dichtemesssensor der L-Dens-Serie von Anton Paar die Zusammensetzung des Korrosionsschutzfluids kontinuierlich überwachen. Je nach Kundenwunsch kann mit dem Pro-zessinstrument das Verhältnis Öl zu Alkohol bzw. Öl zu Wasser variiert und dadurch eine gleich bleibende Qualität des Schutzfilms gewährleistet werden. Darüber hinaus wird der Verbrauch teurer Öle auf ein Minimum reduziert. In Zusammenarbeit mit der Firma Dürr Ecoclean, einem Hersteller von Reinigungs- und Korrosionsschutzanlagen, wurde das L-Dens-System bereits erfolgreich in mehrere Kundenanlagen implementiert.

Einbindung in Prozessleitsysteme

Die Sensoren sind einfach zu installieren, robust, zuverlässig und kostengünstig. Durch die Dichtemessung wird eine kontinuierliche Überwachung des Mischungsverhältnisses im Korrosionsschutzbecken ermöglicht. Eine Einbindung in bestehende Prozessleitsysteme ist ohne Probleme möglich. Die einfache Implementierung des Dichtesensors garantiert dem Anwender eine gleich bleibende Qualität des Korrosionsschutzes. Da auch der Einsatz der Rohstoffe optimiert wird, kann die Kosteneffizienz über den gesamten Herstellungsprozess erhöht werden.

* Der Autor ist Leiter der Abteilung Applikationsentwicklung, Anton Paar GmbH, Graz/Österreich.Kontakt: Tel. +43-316-257-0

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