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Kostenbremse für Dampfsysteme

Dampfverbrauch um bis zu 30 % senken

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Palmöl-Produzent spart 5 Tonnen Dampf pro Tag

Neben den systembedingten Vorteilen der Gleitschieberventile lassen sich diese auch leicht automatisieren. Welche Einsparpotenziale durch ein Gleitschieberventil mit integriertem, intelligentem Stellungsregler gehoben werden können, dokumentiert eindrücklich der Betreiber einer Palmölanlage, Palmaju Edible Oil, in Johor/Malaysia. Durch den Einsatz eines kleinen Gleitschieberventils der Nennweite DN32 mit elektropneumatischem Stellungsregler anstelle eines eigenmediengesteuerten Druckreglers, konnte Palmaju Edible Oil den Dampfverbrauch um 5 t pro Tag verringern. Auf der Basis der Energieerzeugungskosten in Malaysia summiert sich das Einsparpotenzial des Anlagenbetreibers durch dieses eine Ventil auf über 25 000 Euro pro Jahr.

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Mit integriertem Prozessregler

Der hier verwendete 8049 Stellungsregler besitzt optional einen integrierten Prozessregler für lokale Regelaufgaben. Diese Variante des Stellungsreglers mit IPC-Prozessregler vereinigt die Funktion eines Stellungsreglers mit der eines Prozessreglers. Es können damit lokale Regelkreise, wie sie in Dampf-systemen häufig vorkommen, bei geringstem Installationsaufwand aufgebaut werden. Der Sensor für die Prozessgröße – für die Druckhaltung reicht ein Drucksensor – wird direkt mit dem Regler auf dem Ventil verbunden, die notwendigen Einstellungen erfolgen vor Ort über eine Tastatur mit Display oder die Konfigurations-Software „Device Config“. Der elektropneumatische Stellungsregler, der das Gleitschieberventil steuert, amortisiert sich wegen der hohen Regelgüte gerade in Dampfsystemen innerhalb weniger Wochen. Der minimierte Installations- und Verkabelungsaufwand macht die Umstellung von handgesteuerten Ventilen auf automatisierte Ventile völlig problemlos möglich.

Dank kurzem Hub auch weniger Verschleiß

Beim Gleitschieberprinzip mit der Flächenabdichtung der Scheiben im Drosselorgan unterstützt der Druck des Mediums gegen die bewegliche Dichtscheibe die Dichtfunktion des Ventils. Dieses Funktionsprinzip sorgt für eine selbstläppende Wirkung der beweglichen Dichtscheibe. Diese Flächenabdichtung ist damit wesentlich unanfälliger und es werden Leckraten von < 0,0001 % des Kvs-Wertes erreicht. Zudem sind die aufeinander gleitenden Schlitzscheiben kaum Verschleiß ausgesetzt, sodass diese Ventile auch unter den hohen Anforderungen, wie sie beispielsweise an Dampfsysteme gestellt werden, lange Standzeiten mit hoher Dauerdichtheit kombinieren. Auch der sehr kurze Hub ist ein Standzeitfaktor: Kurze Betätigungswege und Schaltzeiten schonen die Packung und den Antrieb. Beide unterliegen beim Gleitschieberventil wesentlich geringeren Belastungen. Viele Gleitschieberventile zeigen selbst nach Jahren weder an der Membran des Antriebs noch im Packungsbereich Verschleißspuren.

Gleitschieberventile bauen extrem kurz, passen einfach zwischen zwei Flansche und sind handlich – ein DN 150 wiegt inklusive Stellantrieb gerade mal 14,2 kg. Damit kann es von einer einzigen Person ein- und ausgebaut und damit auch gewartet werden. Gleitschieberventile werden in den Baugrößen DN 15 bis DN 250 für Drücke bis PN 100 und Mediumtemperaturen von -100 °C bis 350 °C (max. 530 °C) hergestellt.

* Die Autoren arbeiten bei Schubert & Salzer, Ingolstadt.Kontakt Schubert & Salzer: Tel. +49-841-9654-0

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