Effiziente Abwasserreinigung Currenta verbessert Stickstoff-Abbau im Abwasser um mehr als 40 Prozent
Der Chempark-Betreiber Currenta hat nach sechsjähriger Planungs- und Bauzeit die Modernisierung der Klärbecken im Entsorgungszentrum Leverkusen-Bürrig zu einer der modernsten Industrie-Kläranlagen Deutschlands termingerecht abgeschlossen. Eine neue Kaskadenbiologie ermöglicht effizientere Abwasserreinigung.
Anbieter zum Thema

Leverkusen – „Wir konnten den Anteil an Stickstoffverbindungen im Abwasser um mehr als 40 Prozent senken und zugleich die Prozesse der 2. biologischen Stufe kostengünstiger gestalten“, betonte Currenta-Geschäftsführer Dr. Joachim Waldi vor Vertretern des Wupperverbandes Mitte November 2010, bei der Einweihung des neuen, insgesamt vierten Nachklärbeckens, das den Schlusspunkt des Projekts markiert. Die Gesamtinvestition für zwei Kaskadenbiologie-Becken und zwei neue Nachklärbecken betrug rund 18 Millionen Euro.
Bei der jetzt genutzten Kaskadenbiologie laufen die biologischen Reinigungsprozesse weitaus effizienter und energiesparender ab als bei der offenen, mit Oberflächenbelüftern ausgestatteten Beckenbiologie. Dafür wurden seit Oktober 2005 die alten, nur drei Meter tiefen Becken in zwei Bauabschnitten bei laufendem Kläranlagenbetrieb zu zwei Kaskadenbecken umgebaut. Sie sind jeweils 80 Meter lang, 33 Meter breit sowie mehr als acht Meter tief.
Die Becken enthalten mehrere Zonen, die wahlweise mit Druckluft durch so genannte Membranbelüfter feinporig belüftet werden können. Die Druckluft wird mit energiesparenden Turbokompressoren erzeugt. In den unbelüfteten, sauerstoffarmen Zonen bauen spezielle Bakterien den Nitratstickstoff ab. Das gereinigte Abwasser wird in den Nachklärbecken vom Bakterienschlamm befreit und in den Rhein geleitet. Der zurückbleibende Überschussschlamm wird zum Teil in die Kaskadenbiologie zurückgeführt; die anfallenden Klärschlämme werden in der firmeneigenen Verbrennungsanlage entsorgt.
Currenta reinigt im Bürriger Entsorgungszentrum täglich 50 000 m3 Abwasser aus dem Chempark und rund 50 000 m 3kommunale Abwässer aus dem Verbandsgebiet des Wupperverbandes – bei Regenwetter bis zu 180 000 m3.
(ID:25081410)