Industrienetzentgelte im Praxistest Currenta beteiligt sich an Pilotprojekt für flexiblere Stromnutzung

Quelle: Currenta 2 min Lesedauer

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Steigende Anforderungen an die Netzstabilität und der Ausbau erneuerbarer Energien erhöhen den Druck, industrielle Stromverbräuche flexibler zu steuern. Vor diesem Hintergrund beteiligt sich Currenta an einem Pilotprojekt der Bundesnetzagentur, das neue Modelle für die künftige Ausgestaltung der Industrienetzentgelte unter Praxisbedingungen erproben soll.

Am Chempark-Standort Dormagen testet Currenta im Rahmen eines Pilotprojekts, wie flexible industrielle Stromnutzung zur Stabilisierung des Energiesystems beitragen kann.(Bild:  Currenta)
Am Chempark-Standort Dormagen testet Currenta im Rahmen eines Pilotprojekts, wie flexible industrielle Stromnutzung zur Stabilisierung des Energiesystems beitragen kann.
(Bild: Currenta)

Die Bundesnetzagentur hat den Start eines Pilotprojekts zur Weiterentwicklung der Industrienetzentgelte bekanntgegeben. Ziel dieses Projekts ist es, gemeinsam mit ausgewählten Unternehmen und Netzbetreibern zu erproben, wie eine mögliche Nachfolgeregelung der bisherigen Regelung zu den Industrienetzentgelten aussehen könnte. Dabei sollen vor allem Flexibilitätshemmnisse abgebaut und Anreize für ein systemdienliches Verbrauchsverhalten gesetzt werden.

Der Leverkusener Chemieparkbetreiber Currenta gehört zu den beteiligten Unternehmen. Am Chempark-Standort Dormagen wird das Unternehmen erproben, wie industrielle Flexibilität unter realen Bedingungen einen Beitrag zur Stabilisierung des Stromsystems leisten kann – und wo betriebliche Grenzen liegen.

„Diese Erprobung wird wichtige Hinweise liefern, um am Ende zu einer praxistauglichen Regulierung zu kommen. Wir freuen uns, in diesem frühen Stadium einen Beitrag für einen systemdienlichen Einsatz von Flexibilität in der Industrie leisten zu können – und auch transparent aufzuzeigen, wo die Grenzen liegen“, erklärt Hans Gennen, Mitglied der Geschäftsführung von Currenta. Das Pilotprojekt läuft bis Ende 2026. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen in die weitere Ausgestaltung der Netzentgeltsystematik durch die Bundesnetzagentur ein.

Hintergrund ist die zunehmende Volatilität im Stromsystem. Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien schwankt die Einspeisung stärker. Da Stromerzeugung und -verbrauch jederzeit im Gleichgewicht sein müssen, gewinnt die flexible Anpassung von Lasten immer weiter an Bedeutung. Gleichzeitig stellen die Netzentgelte einen erheblichen Kostenfaktor für Industrieunternehmen dar. Eine Weiterentwicklung der Systematik müsse daher zwei Ziele miteinander verbinden, erläutert Matthias Gasten, Leiter Energy Trading & Dispatching bei Currenta: „Zum einen geht es um die Sicherstellung von Systemstabilität. Zum anderen benötigen industrielle Verbraucher wie wir endlich wieder zuverlässig wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen!“

Praktische Umsetzung am Standort Dormagen

Currenta bringt sich seit Beginn des sogenannten Agnes-Prozesses (Agnes steht für „Allgemeine Netzentgeltsystematik Strom“) aktiv in die politische Diskussion ein – sowohl mit eigenen Stellungnahmen als auch über die Fachverbände. Currenta-COO Hans Gennen hat dabei auch die Interessen der Currenta-Kunden im Blick: „Wir sehen es auch als einen Teil unserer Verantwortung als Standortbetreiber, praktische Erfahrungen in die Weiterentwicklung des Regulierungsrahmens einzubringen. Gleichzeitig steht für uns fest: Flexibilität darf nicht zulasten der Versorgungssicherheit unserer Kunden gehen! Unser Anspruch ist vielmehr, beides miteinander in Einklang zu bringen.“

Im Rahmen des Pilotprojekts plant Currenta am Chempark-Standort Dormagen flexibel auf Preissignale reagieren. Bereits heute nutzt das Unternehmen Technologien, um Strom bei hoher Verfügbarkeit erneuerbarer Energien in Prozesswärme umzuwandeln. Preissignale aus dem Markt werden dabei über das Dispatching in konkrete Fahrweisen übersetzt. So kann dem Chemieparkbetreiber zufolge zusätzliche Flexibilität in das bestehende Energiesystem integriert werden – ohne die zuverlässige Versorgung der ansässigen Unternehmen – insbesondere mit Prozessdampf – zu gefährden.

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