Filtrationssystem

Crossflow-Filtrationssystem für Biotechlabore

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Interview: Modularität und Einweg gefragt

Warum ist Modularität im Biotech-Labor enorm wichtig? Diese Frage beantwortet Dr. Marc Jenke, Produktmanager Crossflow-Hardware-Purification-Technologien bei Sartorius Stedim Biotech, im LP-Interview.

LaborPraxis: Herr Dr. Jenke, die Sartoflow Alpha plus ist für die Schnittstelle zwischen Labor und Produktion ausgelegt. Was zeichnet das System besonders aus?

Dr. Jenke: Dieses neu entwickelte Filtrationssystem ist speziell auf die Laboranforderungen der biopharmazeutischen Industrie zugeschnitten. Es ist als Benchtop-Lösung sehr kompakt konstruiert und bietet dabei ein Höchstmaß an Flexibilität – das betrifft sowohl die Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten an der Schnittstelle zwischen Upstream und Downstream der z.B. Impfstoff- oder Antikörperproduktion, als auch die Möglichkeit die Anlage – dank ihrer Modularität und einer Vielzahl von Optionen – speziell auf die individuellen Wünsche des Kunden zu konfigurieren.

LaborPraxis: Ist die Übertragung vom Labor- in einen kleineren Prozessmaßstab ohne weiteres möglich?

Dr. Jenke: Dank der standardisierten Optionen lässt sich die Anlage schnell und einfach an individuelle Anforderungen im Downstream-Processing anpassen. Dieses Konzept lässt sich durch ein einfaches Scale-up auf den Produktionsmaßstab übertragen. Die semi-automatische Betriebsweise des Systems ermöglicht es sowohl geringe Prozessvolumina (unter 300 Milliliter) zu handhaben als auch größere Volumina, die durch eine kontinuierliche Füllstandsregelung möglich sind. Mit einer Membranfilterfläche von 0,1 bis 0,5 Quadratmeter ist die Sartoflow Alpha plus optimal für die Prozessentwicklung und für kleinvolumige Produktionen im Bereich Mikro-, Ultra- und Diafiltrationen einsetzbar.

LaborPraxis: Sogenannte Disposables (Einweg-Komponenten) sind das große Modewort. Kann das System auch damit ausgestattet werden?

Dr. Jenke: Die Industrie integriert Single-Use-Technologien in bereits bestehende Up- und Downstream-Prozesse. Dieser Aspekt wurde bereits bei der Entwicklung der Anlage konsequent berücksichtigt. So kann das System ebenfalls mit Vorrichtungen für Single-Use-Anwendungen ausgestattet werden. Der Anwender kann dabei zwischen Rezirkulations-Einwegbeuteln mit 5, 10 oder 20 Liter Volumen wählen. Sowohl der Beutel-Halter als auch der Tank werden direkt an einer Wägezelle montiert. Dies ermöglicht eine einfache Kontrolle und Steuerung des Füllstandes, ganz unabhängig davon, ob sich der Anwender für Single-Use-Komponenten oder für eine Edelstahl-Variante entschieden hat.

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