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CO2-Verflüssigung: Linde Engineering liefert Großanlage an Yara

Verantwortliche:r Redakteur:in: Michael Hobohm 2 min Lesedauer

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Linde Engineering hat mit Yara, einem global tägigen Düngemittelhersteller, einen Vertrag über den Bau einer Großanlage zur CO2-Verflüssigung unterzeichnet. Die Anlage soll in Sluiskil, Niederlande, entstehen.

Vertreter von Linde und Yara International bei der Unterzeichnungszeremonie für die Auftragsvergabe in Oslo.(Bild: Yara International)
Vertreter von Linde und Yara International bei der Unterzeichnungszeremonie für die Auftragsvergabe in Oslo.
(Bild: Yara International)

Das Sluiskil-Projekt ist ein zentraler Bestandteil von Yaras Initiative zu Förderung sauberen Ammoniaks. Hier sollen jedes Jahr 800.000 t CO2 aufgefangen, verflüssigt, auf Schiffe geladen und anschließend dauerhaft vor der Küste Westnorwegens unter dem Meeresboden gelagert werden. Die CO2-Verflüssigungsanlage ergänzt Yaras vor Ort bestehende Ammoniakanlage. Nach Inbetriebnahme im Jahr 2026 wird sie Teil einer der ersten kommerziellen Carbon-Capture-Storage-Initiativen (CCS) in Europa sein.

Die Rückgewinnung von CO2 und die Einlagerung in tiefgeologischen Speicherstätten ist eine wichtige Maßnahme zur Reduzierung der durch die Düngemittelindustrie verursachten globalen CO2-Emissionen.

Wichtiger Schritt für Düngemittelindustrie

"Die Zusammenarbeit mit Yara bestätigt die führende Position von Linde Engineering in Bezug auf Technologie und Ausführungskompetenz für Projekte dieses Umfangs. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur CO2-neutralen Düngemittelindustrie. An der Küste gelegene CO2-Hubs, die flüssiges CO2 auf Schiffe für die Lagerung verladen, sind ein bedeutender Bestandteil in Europas Dekarbonisierungsstrategie. Viele weitere Anlagen befinden sich in der Planungsphase", sagt Jürgen Nowicki, Executive Vice President von Linde plc und CEO von Linde Engineering.

"Als Vorreiter in unserer Industrie treiben wir dieses komplexe Projekt entschieden voran. Wir halten es für äußerst wertvoll", sagt Michael Schlaug, Vice President von Yara Netherlands. "Die Energie, die wir hier investiert haben, ist es mehr als wert. Wir ebnen damit den Weg für die CCS-Technologie in Europa und geben auch einer sauberen Wasserstoffwirtschaft neuen Schwung. Darüber hinaus signalisiert diese Investition, dass das Mutterunternehmen unsere Sluiskil-Anlage als wichtigen Vermögenswert innerhalb Europas betrachtet. Die Investition sichert den Erhalt der Ammoniakproduktion und des technologischen Wissens in Europa .Gleichzeitig gewährleistet sie die Dekarbonisierung der Nahrungsmittelkette und die strategische Autonomieunseres Kontinents."

CO2-Verflüssigung der Hälfte der Gesamtemissionen

Die von Linde gelieferte Anlage bereitet das CO2 aus Yaras Ammoniakanlagen für den Transport vor. Dies wird durch Prozesse wie Komprimieren, Trocknen und Verflüssigen erreicht. Das flüssige CO2 wird in horizontalen Tanks mit einem Gesamtvolumen von 15.000 m3 zwischengelagert, bevor es zur finalen Lagerung unter dem Meeresboden weitertransportiert wird. Die CO2-Quelle ist nicht über ein Pipeline-System mit der endgültigen Lagerstätte verbunden. Die Bearbeitung und Verflüssigung des CO2 durch die Linde-Anlage ermöglicht einen wirtschaftlichen Transport – im Allgemeinen per Schiff, Zug oder Lkw.

Yaras Standort Sluiskil ist seit 1929 in Betrieb und Europas größter Produktionsstandort für Ammoniak- und Mineraldünger. Derzeit erzeugt Yara dort rund 3,2 Millionen t CO2 pro Jahr, von denen 1,4 Millionen t in kommerziellen Gewächshäusern, kohlensäurehaltigen Getränken und Harnstoff zur NOx-Entfernung in Dieselantrieben Anwendung finden. Derzeit werden jedes Jahr etwa 1,8 Millionen t CO2 in die Atmosphäre emittiert. Die Linde-Anlage wird etwa 50 % der Gesamt-CO2-Emissionen, die anderweitig nicht genutzt werden, verflüssigen.

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