Katalyse

Chemie könnte Energieverbrauch dank Katalyse um 13 Exajoule senken

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Die Organisationen drängen auf eine bessere Verknüpfung zwischen Geldgebern und der chemischen Industrie, um den dringenden Bedarf an Finanzmitteln für den Übergang zu kohlenstoffärmeren Geschäftsmodellen zu decken. Die Roadmap verweist außerdem auf die Notwendigkeit weltweiter und regionaler Zusammenarbeit im Rahmen von Industrieverbünden, um den Energieverbrauch und damit verbundene Emissionen zu senken.

Nachhaltige Rohstoffe besser nutzen

Yoshimitsu Kobayashi, Leiter für Energie und Klimaschutz beim internationalen Chemieverband ICCA, sagte dazu: "Unter den Tausenden von Chemikalien, die jährlich hergestellt werden, sind nur 18 für etwa 80 Prozent des Energiebedarfs der chemischen Industrie und für 75 Prozent der Treibhausgase verantwortlich. Es stimmt, dass die Industrie erhebliche Effizienzsteigerungen bei dieser kleinen Gruppe von Chemikalien bereits umgesetzt hat, aber um die nächste Stufe für alle chemischen Produkte zu erreichen, sind weitere Entwicklungen und der Einsatz neuer Technologien nötig."

Nach Aussage des Berichts können nachhaltige Rohstoffe wie Biomasse und Wasserstoff aus erneuerbaren Energien zusätzlich zur Reduzierung der Treibhausgase beitragen. Die Herausforderung besteht in beiden Fällen darin, dass langfristige Forschung und Entwicklung nötig sind, um den Energieeinsatz zu senken und die Technologie in der Breite einsatzfähig zu machen.

Rainer Diercks, Vorsitzender der Dechema, erläuterte: "Katalyse ist eine Schlüsseltechnologie der chemischen Industrie. Wissenschaftliche Forschungseinrichtungen und Organisationen müssen über die nächsten zehn Jahre Impulse für die akademische und nationale Forschung an katalytischen Prozessen für großtechnische energieintensive Verfahren setzen. Im Schulterschluss mit der chemischen Industrie müssen die vielversprechendsten Erfolgsaussichten ausgearbeitet werden, damit technische Hürden für den großtechnischen Einsatz revolutionärer Technologien beseitigt werden können."

PROCESS ENERGY SUMMIT

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Auf dem PROCESS ENERGY SUMMIT am 19. und 20. November 2013 erfahren die Teilnehmer von Branchenführern wie BASF, Bayer, Dow Deutschland, Linde, Thyssen Krupp und Siemens wie es den europäischen Prozess- und Zulieferindustrien gelingen kann, trotzdem wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Auf der Website des PROCESS ENERGY SUMMIT können Sie sich informieren und zur Veranstaltung anmelden.

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