Portfolioumbau BP verkauft Raffinerie Gelsenkirchen an Klesch Group

Quelle: Pressemitteilung BP 1 min Lesedauer

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Mit dem geplanten Verkauf seiner Raffinerie in Gelsenkirchen an die Klesch Group treibt BP seine strategische Neuausrichtung in Europa voran. Die Transaktion soll dazu beitragen, das Portfolio zu straffen, Kosten zu senken und den Fokus im Downstream-Geschäft auf integrierte Aktivitäten zu stärken.

Die Raffinerie Gelsenkirchen produziert vor allem Kraftstoffe für Fahrzeuge und Flugzeuge und verarbeitet dabei pro Jahr rund 12 Millionen Tonnen Rohöl.(Bild:  BP)
Die Raffinerie Gelsenkirchen produziert vor allem Kraftstoffe für Fahrzeuge und Flugzeuge und verarbeitet dabei pro Jahr rund 12 Millionen Tonnen Rohöl.
(Bild: BP)

Der Energiekonzern BP hat eine Vereinbarung über den Verkauf seiner Raffinerie in Gelsenkirchen sowie zugehöriger Aktivitäten an die Klesch Group unterzeichnet. Der unabhängige europäische Raffineriebetreiber soll die Anlagen vorbehaltlich behördlicher und staatlicher Genehmigungen in der zweiten Hälfte 2026 übernehmen.

Die Raffinerie Gelsenkirchen produziert vor allem Kraftstoffe für Fahrzeuge und Flugzeuge und verarbeitet pro Jahr rund 12 Millionen Tonnen Rohöl. Darüber hinaus liefert die Raffinerie wichtige Ausgangsstoffe für die petrochemische Industrie in Deutschland und in Europa. Zum Umfang der Transaktion gehören die Raffinerie Gelsenkirchen und das Tanklager Bottrop, die Tochtergesellschaft DHC Solvent Chemie, Beteiligungen an Logistik-Joint-Ventures sowie Vermarktungsaktivitäten im Zusammenhang mit Petrochemikalien und markenfreien B2B-Kraftstoffen aus der Raffinerie Gelsenkirchen. Um den regionalen Versorgungsbedarf aufrechtzuerhalten, hat BP Abnahmevereinbarungen für Kraftstoffe, Flugkraftstoff und Koks getroffen.

Die Beschäftigten sowie die Mitarbeitenden in den unterstützenden Bereichen Logistik und Vertriebsinfrastruktur sollen nach Abschluss der Transaktion in die Belegschaft des neuen Eigentümers übergehen. Der integrierte Raffineriekomplex beschäftigt derzeit rund 1800 Menschen.

BP strebt bis 2027 strukturelle Kostensenkungen von 6,5 bis 7,5 Milliarden Dollar an (rund 5,66 bis 6,53 Milliarden Euro). Darin enthalten sind erwartete Einsparungen von rund 1 Milliarde Dollar (rund 870 Millionen Euro) bei den zugrunde liegenden Betriebsausgaben im Zusammenhang mit Gelsenkirchen. Das Ziel für 2027 entspricht nun rund 30 % der Kostenbasis von 2023. Es ist das zweite Mal, dass BP dieses Ziel anhebt: Im Februar 2025 hatte das Unternehmen zunächst Einsparungen von 4 bis 5 Milliarden Dollar (rund 3,48 bis 4,35 Milliarden Euro) angekündigt, im Februar 2026 wurde das Ziel im Zuge der strategischen Überprüfung von Castrol auf 5,5 bis 6,5 Milliarden Dollar (rund 4,79 bis 5,66 Milliarden Euro) erhöht.

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