Pharmaproduktion und -logistik
Smart Panel: Die Zukunft der vernetzten Produtionswelt

Ein Gastbeitrag von Christoph Dechow, Head of Digital Transformation Management bei Boehringer Ingelheim, und Dr.-Ing. Sebastian Wibbeling, Abteilungsleiter Health Care Logistics am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. 5 min Lesedauer

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Boehringer Ingelheim und Fraunhofer IML entwickelten das „Smart Panel" – ein digitales Device für Transportgebinde, das papierbasierte und manuelle Prozesse in der Pharmalogistik ablöst. Die Lösung vernetzt Container über Echtzeitdaten, visualisiert über E-Ink-Display, automatisiert Dokumentation und ermöglicht durchgängiges Tracking. Das Potential ist hoch: bis zu 75.000 eingesparte Arbeitsstunden jährlich pro Betrieb.

Das Smart Panel macht die Supply Chain transparent.(Bild:  Boehringer Ingelheim)
Das Smart Panel macht die Supply Chain transparent.
(Bild: Boehringer Ingelheim)

Mit smarten Objekten und ihrer nahtlosen Interaktion mit Menschen machen Boehringer Ingelheim und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML erlebbar, wie Innovation den Weg für intelligentes, automatisiertes und vorausschauendes Prozessmanagement ebnet. Gemeinsam haben sie das „Smart Panel“ entwickelt, das Transportgebinde in der Produktionsversorgung über Echtzeitdaten vernetzt. Das steuerbare, intelligente, digitale Device ist die Grundlage für ein zukunftsorientiertes, resilientes und nachhaltiges Prozessmanagement – mit dem Potenzial, jährlich bis zu 75.000 Arbeitsstunden allein in einem großen Produktionsbetrieb einzusparen.

Mit ihrer Innovation adressieren Boehringer Ingelheim und das Fraunhofer IML zwei zentrale Herausforderungen der Pharmaproduktion und -logistik: die fehlende End-to-End-Digitalisierung und die automatisierte Entscheidungsfindung. Denn trotz moderner IT-Systeme werden z. B. Container im Laufe der Transport- und Produktionskette heute noch mit Papieretiketten, aufgeklebten Barcodes oder handschriftlichen Notizen versehen, die während des Produktionsumlaufs transferiert und in manuellen Schritten inkl. Kontrollen mühsam nachgehalten werden müssen. Am Ende des Umlaufs werde diese Etiketten dann im Rahmen der Reinigung aufwendig entfernt.