Standortsicherungsvertrag Bis Ende 2011 werden keine Anlagen von Lyondell Basell in Deutschland geschlossen
Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter der Lyondell Basell haben sich nach intensiven Verhandlungen auf einen Standortsicherungsvertrag geeinigt. Wichtigstes Ergebnis: An den deutschen Standorten der Lyondell Basell wird es bis zum 31.12.2011 keine Anlagenschließungen geben.
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„Die Sicherheit der Arbeitsplätze ist unser vorrangiges Anliegen. Das haben wir erreicht“, freut sich Gesamtbetriebsratsvorsitzender Wilfried Hierl über das Verhandlungsergebnis. Nach Umsetzung bereits vereinbarter Effizienzsteigerungsmaßnahmen will das Unternehmen bis zum 31.12.2011 möglichst keine betriebsbedingten Kündigungen aussprechen, Anlagenschließungen wird es laut Standortsicherungsvertrag in diesem Zeitraum nicht geben.
Im Gegenzug verzichten alle Mitarbeiter an den deutschen Standorten Bayreuth, Frankfurt, Knapsack, Ludwigshafen, Münchsmünster, Wesseling auf Teile ihres leistungsbezogenen Jahresbonus. Bei tariflichen Mitarbeitern werden dies 0,65 Monatsgehälter weniger sein. Die außertariflichen Mitarbeiter verzichten auf 1,2 Monatsgehälter jährlich. Darüber hinaus wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket ausgehandelt, welches die Kostensituation deutlich verbessern soll.
„Die so erzielten Einsparungen sind Teil unserer weltweiten Kostenreduzierungen an allen Standorten. Sie sind ein wichtiger Beitrag, dass Lyondell Basell als Unternehmen eine erfolgversprechende Zukunft hat!“ betont Dr. Jürgen Kerth, Geschäftsführer der Teilgesellschaft Basell Polyolefine GmbH und damit verantwortlich für alle deutschen Standorte der Lyondell Basell. „Sie werden zudem den Chapter 11-Prozess in den USA verkürzen helfen. Wir rechnen damit, Ende des Jahres aus dem Verfahren wieder aussteigen zu können, um dann mit reduzierter Schuldenlast und neuer Struktur unsere bereits erreichte Marktposition auszubauen und zu stärken“, so Kerth weiter.
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