Emaillierungen Behälter und Anlagenteile aus technischem Email

Redakteur: Gabriele Ilg

Sowohl in der Chemie- und Pharmaindustrie als auch in der Wasserwirtschaft haben sich laut Aussage des dev - deutscher email verband - Behälter und Anlagenteile aus technischem Email etabliert.

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Wesentliche werkstofftypische Eigenschaften technischer Emaillierungen sind u.a. eine hohe Resistenz gegen Korrosionsangriff, insbesondere saure Medien, auch bei höherer Prozesstemperatur, hoher Verschleißwiderstand gegen abrasiv wirkende Medien, Glattheit der Oberfläche, gute Reinigbarkeit, keine Adhäsionsneigung sowie biologisch und katalytisch inertes Verhalten.

Im Unterschied zur Lackierung oder Kunststoffauskleidung zeichnen sich technische Emaillierungen durch stoffschlüssige Verbindung zum Grundwerkstoff aus, die durch wechselseitige Diffusionsprozesse aus dem Trägermetall in Richtung Email und umgekehrt bestimmt sind. Neben den traditionellen Einsatzgebieten Chemieapparatebau, Pharma- und Wirkstoffanalgen sowie in der Trinkwasserversorgung gewinnt die Technische Emaillierung zunehmend an Bedeutung im allgemeinen Anlagen- und Maschinenbau.

Wo eine ausgeprägte Resistenz gegen aggressive Medien, auch bei hohen Prozesstemperaturen in Verbindung mit mechanischer Festigkeit gefordert sind, ist Technisches Email ein geeignetes Werkstoffsystem.

Im Inneren des Behälters ist die Emaillierung mehrschichtig eingebrannt. Je nach Einsatzbereich liegt die Gesamtdicke der Emailschicht zwischen 1,0 und 2,2 mm bei Apparaten und 0,8 bis zwei Millimeter bei Rohrteilen. Die technischen Lieferbedingungen von emaillierten Bauteilen sind für Apparate und Zubehörteile in DIN EN 15159-1:2006, für Rohrteile in DIN 2876 eindeutig definiert.

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