Kohlenstoff-Nanoröhrchen Bayer baut weltweit größte Anlage für Kohlenstoff-Nanoröhrchen
Bayer Material Science hat im Chempark Leverkusen mit den Bauarbeiten für eine neue Produktionsanlage zur Herstellung von Kohlenstoff-Nanoröhrchen (Carbon Nanotubes, CNT) begonnen. Die neue Anlage soll eine Kapazität von 200 Jahrestonnen haben und wäre damit die größte ihrer Art weltweit.
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Leverkusen – Bayer Material Science investiert rund 22 Millionen Euro in die Planung, Entwicklung und den Bau der neuen CNT-Anlage in Leverkusen, in der 20 neue Arbeitsplätze entstehen sollen. „Wir investieren in eine Schlüsseltechnologie der Zukunft, die uns eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten eröffnet. Diese wollen wir konsequent nutzen“, sagte Dr. Wolfgang Plischke, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und verantwortlich für die Bereiche Innovation, Technologie und Umwelt, anlässlich einer Pressekonferenz zum Baubeginn. Prognosen gehen von einem Marktwachstum für Kohlenstoff-Nanoröhrchen von 25 Prozent pro Jahr aus. In etwa zehn Jahren soll der Weltmarkt für diese Produkte rund zwei Milliarden Dollar betragen.
Bayer MaterialScience ist nach eigener Aussage eines der wenigen Unternehmen, die in der Lage sind, Kohlenstoff-Nanoröhrchen im Industriemaßstab bei gleichbleibend hoher Qualität herzustellen. Seit 2007 ist bereits eine Pilotanlage mit 60 Tonnen Jahreskapazität im badischen Laufenburg in Betrieb. Bei der Herstellung werden in einem Reaktor durch ein katalytisches Verfahren aus einem kohlenstoffhaltigen Gas bei hoher Temperatur gezielt Kohlenstoff-Nanoröhrchen gewonnen. „Bayer investiert in diese weltgrößte CNT-Produktionsanlage, weil wir von der technologischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Verfahrens überzeugt sind“, sagte Plischke.
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