E-Fuels Baubeginn für größte Forschungsanlage für strombasierte Kraftstoffe

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

In Leuna startet der Bau der weltweit größten Forschungsanlage für E-Fuels, strombasierte Kraftstoffe, die maßgeblich zur Reduktion von CO2 im Luftverkehr beitragen sollen. Trotz anfänglicher Unsicherheiten wird das Vorhaben mit 130 Millionen Euro gefördert und soll ab 2028 weiter ausgebaut werden.

RWGS-Synthesegasherstellung: Bei der Produktion von strombasierten Kraftstoffen (PtL) wird das CO2 bei hoher Temperatur durch eine umgekehrte Wasser-Gas-Shift-Reaktion (RWGS) aktiviert. Das erzeugte Synthesegas wird dann über die Fischer-Tropsch-Synthese (FTS) in Kohlenwasserstoffe umgewandelt.(Bild:  DLR)
RWGS-Synthesegasherstellung: Bei der Produktion von strombasierten Kraftstoffen (PtL) wird das CO2 bei hoher Temperatur durch eine umgekehrte Wasser-Gas-Shift-Reaktion (RWGS) aktiviert. Das erzeugte Synthesegas wird dann über die Fischer-Tropsch-Synthese (FTS) in Kohlenwasserstoffe umgewandelt.
(Bild: DLR)

In Leuna ist mit dem Bau der weltweit größten Forschungsanlage für strombasierte Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels, begonnen worden. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) leiste mit der Anlage Pionierarbeit, sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) beim symbolischen Spatenstich des Projekts. „Die hier gewonnenen Erkenntnisse werden dazu beitragen, dass wir unseren Klimazielen näherkommen können.“ Die neue Anlage im Chemiepark Leuna dient nach DLR-Angaben dazu, Kraftstoffe zu optimieren sowie Technologien und Verfahren weiterzuentwickeln.

Vor allem im Luftverkehr soll der CO2-Ausstoß durch den Einsatz von mit Ökostrom hergestellten Kraftstoffen gesenkt werden. Zusätzlich gebe es die Möglichkeit, die chemische Zusammensetzung der Kraftstoffe so zu optimieren, dass beim Verbrennungsprozess beispielsweise kein Ruß oder Feinstaub mehr entstehe, teilte das DLR mit. Die Technologieplattform werde über eine Kapazität von 2500 Tonnen pro Jahr verfügen.

„Hier geht es um Treibstoffe der Zukunft und es geht vor allem um wegweisende Technologien“, sagte der Geschäftsführer der Infraleuna, Christof Günther. Das Projekt wird vom Bund mit 130 Millionen Euro gefördert. Ab 2028 sind zusätzliche Gelder für den geplanten Forschungsbetrieb vorgesehen.

Anfang des Jahres gab es kurze Zeit Unsicherheiten, ob das Projekt, das seit fünf Jahren vorbereitet wird, wirklich umgesetzt werden kann. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds mussten bei einigen Förderprojekten Gelder eingespart werden. Schließlich entschied sich der Haushaltsausschuss des Bundestages doch dafür, die Gelder für Leuna zu bewilligen.

(ID:50192413)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung