Schlechte CO2-Bilanz BASF will chinesische Joint Ventures verkaufen

Quelle: BASF 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Um den CO2-Fußabdruck seiner BDO-Wertschöpfungsketten zu senken und als Reaktion auf Vorwürfe gegen einen JV-Partner wegen Menschenrechtsverletzungen, plant BASF den Verkauf seiner Anteile an zwei Joint Ventures in China. Gleichzeitig bekräftigte der Konzern sein Engagement in China.

BASF will die Anteile an den beiden Joint Ventures in Korla, China, verkaufen.(Bild:  BASF)
BASF will die Anteile an den beiden Joint Ventures in Korla, China, verkaufen.
(Bild: BASF)

Im vierten Quartal 2023 hat BASF den Prozess zum Verkauf ihrer Anteile an den beiden Joint-Venture-Unternehmen BASF Markor Chemical Manufacturing (Xinjiang) und Markor Meiou Chemical (Xinjiang) in Korla, China, eingeleitet. Im Rahmen seiner globalen Strategie für 1,4-Butandiol (BDO) hat der Konzern das Marktumfeld und den CO2-Fußabdruck von BDO und den nachgelagerten Produkten an verschiedenen Produktionsstandorten weltweit untersucht. Die BDO-Wertschöpfungsketten stehen dem Unternehmen zufolge unter erhöhtem Wettbewerbsdruck und sind durch weltweite Überkapazitäten gekennzeichnet. Darüber hinaus weisen das in Korla hergestellte kohlebasierte BDO und Polytetrahydrofuran einen deutlich höheren CO2-Fußabdruck auf, denn dort wird Kohle als Rohstoff eingesetzt, und der Produktionsprozess ist energieintensiv. Zukünftig will BASF sein weltweites Portfolio an BDO und verwandten nachgelagerten Produkten anpassen, um wettbewerbsfähige Angebote mit niedrigem CO2-Fußabdruck zu machen.

Erfolg in China – aber wie?

Kein Zweifel: China ist mit seiner hohen Entwicklungsdynamik der größte Einzelmarkt für die deutsche Industrie und gerade für den Mittelstand nach wie vor hochrelevant. Aber: Die Gesamtsituation hat sich in den vergangenen Jahren gravierend verändert. „Made in China 2025“, „Glokalisierung“, „De-Risking-Strategie“ und eine zunehmend multipolare Welt sind nur einige der Buzzwords. Nur wer die zentralen Erfolgsfaktoren in der chinesischen B2B-Kommunikation kennt, kann sich dem dortigen lokalen Wettbewerb und den wachsenden Herausforderungen im Markt erfolgreich entgegenstellen.
Daher laden die China-Experten von Vogel Communications Group (VCG) und eviom zum Knowhow-Austausch am 14. März ins Vogel Convention Center nach Würzburg. Das Event richtet sich an Geschäftsführer, Business-Strategen und globale Marketingexperten aus KMUs.

Zum Event

Die Situation in der Region Xinjiang sei stets Teil der Gesamtbeurteilung ihrer Joint Ventures in Korla, teilte das Chemieunternehmen mit. Regelmäßige Sorgfaltsmaßnahmen, einschließlich interner und externer Audits, hätten keine Hinweise auf Menschenrechtsverletzungen in den beiden Joint Ventures ergeben. Dennoch enthalten kürzlich veröffentlichte Berichte über den Joint-Venture-Partner schwerwiegende Vorwürfe, die auf Aktivitäten hinwiesen, die nicht mit den Werten von BASF vereinbar seien. Daher will das Unternehmen den laufenden Prozess zur Veräußerung ihrer Anteile an den beiden Joint Ventures in Korla beschleunigen, vorbehaltlich der Verhandlungen und der erforderlichen Genehmigungen der zuständigen Behörden.

BASF wies in einer Mitteilung darauf hin, dass auch im Zusammenhang mit den veröffentlichten Berichten keine Hinweise darauf vorlägen, dass Mitarbeitende der beiden Joint Ventures in Korla an Menschenrechtsverletzungen beteiligt waren. Die jüngsten Berichte beziehen sich auf den Joint-Venture-Partner, an dem BASF keine Anteile hält.

Die Präsenz in China soll ansonsten unverändert bleiben und das Unternehmen will an seinen Geschäftsaktivitäten und geplanten Investitionen in China in vollem Umfang festhalten.

(ID:49909851)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung