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Portfolio: Großübernahmen sind augenblicklich unwahrscheinlich
Wie wiwo.de berichtet, hat Hambrecht den Weg, den der designierte Konzernchef beschreiten muss, bereits vorgezeichnet: weg von Massen- hin zu margenstärkeren Spezialchemikalien in eher überschaubaren Mengen für bestimmte Anwendungen. In den vergangenen Jahren und Monaten hat die BASF ihr Portfolio durch zahlreiche Zukäufe in diese Richtung getrieben, unter anderem durch Ciba und den amerikanischen Katalysatorenhersteller Engelmann. Momentan steht noch die Eingliederung von Cognis auf der Agenda. "Damit sind wir jetzt erst einmal beschäftigt", sagte Bock gegenüber Journalisten. Insgesamt sieht er das Portfolio in einem sehr guten Zustand. Weitere Großübernahmen seien daher momentan unwahrscheinlich, ganz ausschließen will sie Bock aber nicht: "Wenn sich eine Gelegenheit bietet, war die BASF immer entscheidungsfähig." Als einen möglichen Übernahmekandidat sehen Experten beispielsweise Monsanto, mit dem die BASF gemeinsam gentechnisch veränderte High-Tech-Pflanzen züchtet.
Insgesamt sieht Bock das Portfolio jedoch in einem sehr guten Zustand, auch aufgrund der jüngst vorangetriebenen Abspaltungen. So hat BASF angekündigt, seine Standardstyrolkunststoffe in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem britischen Chemiekonzern Ineos einzubringen. Bock soll nun das geplante Joint Venture in Schwung bringen. Die Aufteilung der Kapazitäten gilt laut wiwo.de als kompliziert. Immerhin benötigt BASF den Grundstoff auch, um daraus eben den Dämmstoff Styropor oder den Kunststoff Ultramid herzustellen. Zum Verkauf steht auch der Großteil des Düngemittelgeschäfts. Weitere Abspaltungen seien erst einmal nicht geplant.
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