Asien-Strategie BASF BASF investiert wieder in Asien, größere Zukäufe sind möglich
BASF hat die Wachstumsstrategie in Asien wieder aufgenommen, denn 2020 will der Branchenprimus dort rund 20 Milliarden Euro Umsatz einfahren. Mit welchen Investitionen das erreicht werden soll und welche Schwerpunkte das Unternehmen in seiner Asien-Strategie setzt, lesen Sie hier.
Anbieter zum Thema

In Asien ist der Wachstumsmotor der Branche besonders dank des Konjunkturprogramms in China deutlich schneller wieder angelaufen, als in Europa. Wie der für Asien verantwortliche BASF-Vorstand Dr. Martin Brudermüller in einem Interview in der Frankfurter Allgemeine Zeitung erklärt, kam der Wendepunkt in Asien im dritten Quartal 2009 und setzte sich seitdem weiter fort. Im Mengenabsatz liege der Konzern in Asien 44 Prozent über dem ersten Quartal 2009, im Umsatz in lokaler Währung 77 Prozent. Auch wenn die niedrige Vergleichsbasis diese Zahlen relativieren: Der Wiederaufschwung hat eingesetzt. Wie Brudermüller erläutert, gehe der Impuls für die gesamte Region von China und seinem Konjunkturprogramm aus. Die Wachstumsrate der Gesamtwirtschaft in China könne seiner Meinung nach auch dauerhaft im hohen einstelligen Bereich gehalten werden, riesige Blasen seien derzeit nicht zu erkennen.
Zielsetzung des Unternehmens sei ein Lokalisierungsgrad von 70 Prozent in Asien – auch um die Euro-Schwankungen auszugleichen. Derzeit liege die lokale Produktion laut Brudermüller bei einem Anteil von fast zwei Dritteln. Erreicht werden soll dies mit dem Ausbau der Produktion in Nanjing, der planmäßig vorangehe. Derzeit sei gemeinsam mit Partnern auch eine dritte Ausbaustüfe in Nanjing im Gespräch. Der aufgrund der Krise um ein Jahr auf 2014 verschobe Produktionsanlauf des Werkes im westchinesischen Chongqing stehe momentan in der letzten Phase der Genehmigung.
Aber nicht nur China ist für BASF ein interessanter Markt, auch Indien oder Malaysia hat Brudermüller beispielsweise im Blick. Jenseits vom chinesischen Markt sei noch viel Raum, den der Konzern erschließen will, besonders mit kleineren Werken in kundennahen Regionen. Aber auch Optionen zu größeren Akquisitionen von Firmen mit Jahresumsätzen in dreistelliger Millionenhöhe wären denkbar. Solche Übernahmen seien jedoch in Asien in Hinblick auf Umweltschutz und unterschiedliche Geschäftspraktiken nicht ganz einfach.
(ID:21876020)