Demonstrationsanlage in Baytown BASF und Exxon Mobil wollen Methanpyrolyse zur industriellen Reife führen

Quelle: BASF 2 min Lesedauer

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Die Methanpyrolyse rückt durch eine neue Kooperation von BASF und Exxo Mobil näher an den industriellen Einsatz heran. In Baytown ist eine Demonstrationsanlage geplant, die das Potenzial des Verfahrens für die wirtschaftliche Produktion von emissionsarmem Wasserstoff belegen soll.

Im Rahmen des Carbon-Management-F&E-Programms entwickelt BASF innovative Verfahren wie die Methanpyrolyse weiter und hat nun einen wichtigen Meilenstein erreicht.(Bild:  BASF)
Im Rahmen des Carbon-Management-F&E-Programms entwickelt BASF innovative Verfahren wie die Methanpyrolyse weiter und hat nun einen wichtigen Meilenstein erreicht.
(Bild: BASF)

Im Rahmen einer strategischen Zusammenarbeit haben BASF und Exxon Mobil vereinbart, die Methanpyrolyse-Technologie weiterzuentwickeln. Die Partner sehen die Technologie als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu effizienten, kostengünstigen und emissionsarmen Wasserstofflösungen für den industriellen Einsatz. Die Unternehmen haben eine gemeinsame Entwicklungsvereinbarung unterzeichnet, um die Methanpyrolyse-Technologie gemeinsam zur kommerziellen Einsatzreife weiterzuentwickeln, einschließlich der Pläne zum Bau einer Demonstrationsanlage.

„Die Methanpyrolyse birgt bedeutendes Potenzial, insbesondere in Regionen, in denen herkömmliche Lösungen zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung weniger praktikabel sind. Exxon Mobil bringt jahrzehntelange Erfahrung, fundiertes technisches Wissen im Bereich der Methanpyrolyse und Engagement für gemeinsame Innovation mit“, sagte Mike Zamora, President ExxonMobil Technology and Engineering Company.

BASF hat in den letzten Jahren im Rahmen eines vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Projekts die Methanpyrolyse-Technologie weiterentwickelt.

„Diese neuartige Technologie zur Methanpyrolyse erzeugt wettbewerbsfähigen emissionsarmen Wasserstoff und hat ein großes Potenzial, den CO2-Fußabdruck unseres Produktportfolios weiter zu reduzieren“, sagte Dr. Stephan Kothrade, Mitglied des Vorstands und Chief Technology Officer der BASF und ergänzt: „Wir arbeiten seit mehr als einem Jahrzehnt an dieser Technologie und haben ein überlegenes Reaktorkonzept entwickelt, das wir in unserer Testanlage in Ludwigshafen erfolgreich validiert haben. Durch die Kombination der Prozessinnovation von BASF mit der Expertise von Exxon Mobil in der Skalierung bringen wir diese kosteneffiziente und emissionsarme Wasserstofflösung einem wirtschaftlich rentablen industriellen Einsatz näher.“

Bei der Methanpyrolyse werden Erdgas oder andere Gase wie Biomethan mit Hilfe von Strom in Wasserstoff und festen Kohlenstoff umgewandelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren zur Wasserstofferzeugung wie der Dampfreformierung von Methan entstehen laut BASF keine prozessbedingten CO2-Emissionen, es wird etwa fünfmal weniger elektrische Energie als bei der Wasserelektrolyse benötigt und es muss kein Wasser verwendet werden. Darüber hinaus nutzt sie die vorhandene Erdgasinfrastruktur und ist daher an verschiedenen Standorten leicht einsetzbar. Da keine CO2-Emissionen entstünden, sei sie besonders attraktiv für Regionen, in denen die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung mit geologischen, technischen oder politischen Herausforderungen verbunden ist.

Bei diesem Verfahren entstehen zwei wertvolle Produkte: emissionsarmer Wasserstoff und hochreiner fester Kohlenstoff. Wasserstoff ist sowohl ein wichtiger Energieträger als auch ein unverzichtbarer Rohstoff in der chemischen Industrie. Der feste Kohlenstoff findet in zahlreichen Branchen Anwendung, darunter Stahl- und Aluminiumherstellung, Bau und fortschrittliche Kohlenstoffprodukte wie Batteriematerialien.

Geplant ist eine Demonstrationsanlage im Baytown-Komplex von ExxonMobil, die jährlich bis zu 2000 Tonnen emissionsarmen Wasserstoff und 6000 Tonnen festen Kohlenstoff erzeugen soll. Sie soll einen weiteren Schritt zur technischen Validierung und Skalierbarkeit des Verfahrens darstellen.

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