Polyurethan BASF eröffnet neuen Standort in Shanghai

Redakteur: Marion Wiesmann

BASF setzt bei Polyurethan auf den chinesischen Markt und eröffnete einen neuen Standort für Polyurethan-Spezialitäten in Pudong. Desweiteren plant der Chemiekonzern den Bau einer neuen MDI-Anlage in Chongqing.

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Shanghai/China – Die BASF hat am 13. Juni 2007 im chinesischen Pudong offiziell ihren neuen Standort für Polyurethan-Spezialitäten eröffnet. Unter dem Namen BASF Polyurethanes Specialties umfasst der Standort ein Systemhaus für Polyurethane, ein Produktentwicklungszentrum und eine Anlage zur Herstellung Thermoplastischer Polyurethane (TPU), die weite Teile des asiatischen Marktes versorgen soll.

Mit Hilfe des regionalen Produktionsverbundes für Polyurethane ergeben sich nach Unternehmensaussage für den neuen Standort deutliche Kostenvorteile: MDI (Diphenylmethandiisocyanat) und TDI (Toluoldiisocyanat) – Grundstoffe zur Produktion von Spezialitäten in Pudong – werden von Caojing, Shanghai geliefert. Dort hat die BASF mit Partnern bereits eine Milliarde Dollar in einen integrierten Isocyanat-Komplex investiert, der die Produktion Mitte 2006 aufnahm. BASF plant derzeit auch den Bau einer neuen MDI-Anlage in der westchinesischen Provinz Chongqing. Eine entsprechende Kooperationserklärung wurde bereits mit Chongqing Chemical and Pharmaceutical Holding sowie den zuständigen lokalen Behören unterzeichnet. Die BASF will nun eine detaillierte Analyse der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Chongqing durchführen. Die Inbetriebnahme der Anlage mit einer geplanten Kapazität von jährlich 400 000 Tonnen Roh-MDI ist ab 2010 geplant. Die Entscheidung, welche weiteren Partner sich neben der Chongqing Chemical and Pharmaceutical Holding an diesem Projekt beteiligen werden, ist noch nicht getroffen. Auch der endgültige Standort steht noch nicht fest.

China ist attraktiver Markt für Polyurethane

BASF betreibt acht ihrer über 30 Systemhäuser im asiatisch-pazifischen Raum und rechnet in den kommenden Jahren mit einem Marktwachstum für Polyurethan in China von jährlich rund zehn Prozent. Damit könnte sich China bis 2015 zum weltgrößten PU-Markt entwickeln.

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