Katalyse-Forschung BASF entwickelt neuen Katalysator für die Fischer-Tropsch-Synthese
Katalyseforscher der BASF haben für die Fischer-Tropsch-Synthese einen neuen Katalysator entwickelt, der die gezielte Herstellung von Olefinen für den Produktionsverbund des Unternehmens ermöglichen soll. Die verfahrenstechnische Umsetzung soll bis Mitte des nächsten Jahrzehnts abgeschlossen sein.
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Ludwigshafen – Vor dem Hintergrund der hohen Preise für Naphtha als Einsatzstoff von Steamcrackern erfahren alternative Verfahren zur Rohstoffversorgung derzeit eine neue Bewertung. BASF setzt auf die Weiterentwicklung der Fischer-Tropsch-Synthese zur großtechnischen Umwandlung von Synthesegas (Kohlenmonoxid und Wasserstoff) in Kohlenwasserstoffe. „Der Einsatz von Synthesegas soll uns in Zukunft die Möglichkeit eröffnen, unsere Rohstoff-Basis zu verbreitern“, betont Dr. Andreas Kreimeyer, Mitglied des Vorstands der BASF und Sprecher der Forschung.
Das Chemieunternehmen gab nun die Entwicklung eines neuen heterogenen Katalysators bekannt, der in der Olefin-Produktion zum Einsatz kommen soll. „Die Entwicklung ist soweit fortgeschritten, dass wir nun damit beginnen können, das Verfahren dafür maßzuschneidern“, erklärt Professor Rainer Diercks, Leiter des Kompetenzzentrums Forschung und Technologie Chemikalien der BASF und Sprecher des Wachstumsclusters Rohstoffwandel. Mit Hilfe der Miniplant-Technologie werden die Experten klären, wie die optimalen Reaktionsbedingungen aussehen und wie sich der Katalysator unter Produktionsbedingungen verhält. Kern der bisherigen Entwicklungsarbeiten war die signifikante Erhöhung der Selektivität für die Produktion von Olefinen mit zwei bis vier Kohlenstoffatomen. „Dabei haben unsere Forscher in nur zwei Jahren seit dem Projektstart Mitte 2006 erhebliche Erfolge erzielt“, so Professor Diercks.
Für die Forschungsarbeiten im Wachstumscluster Rohstoffwandel stehen bei der BASF in den Jahren 2006 bis 2008 insgesamt etwa 100 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel der Forscher ist es, Naphtha durch andere Rohstoffe in verschiedenen Wertschöpfungsketten zu ergänzen.
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