CO2-freie Dampferzeugung BASF erhält Förderzusage für den Bau der weltweit größten industriellen Wärmepumpe

Quelle: BASF 2 min Lesedauer

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Nach der Förderzusage durch das Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, kann BASF mit dem Bau der leistungsfähigsten industriellen Wärmepumpe weltweit beginnen. Die Wärmepumpe wird Abwärme aus dem Steamcracker zur CO2-freien Dampfproduktion nutzen.

Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, übergab den Förderbescheid an Uwe Liebelt, Präsident Europäische Verbundstandorte, BASF.(Bild:  BMWK / Andreas Mertens)
Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, übergab den Förderbescheid an Uwe Liebelt, Präsident Europäische Verbundstandorte, BASF.
(Bild: BMWK / Andreas Mertens)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützt ein bedeutentes Klimaschutzprojekt am BASF-Standort in Ludwigshafen mit 310 Millionen Euro. Dort soll die weltweit größte industrielle Wärmepumpe entstehen und die Treibhausgasemissionen bei der Ameisensäureproduktion am Standort drastisch reduzieren. Der Baubeginn ist für das 1. Quartal 2025 vorgesehen.

Die geplante Wärmepumpe wird eine Kapazität von bis zu 500.000 Tonnen Dampf pro Jahr haben. Die Abwärme, die als thermische Energiequelle herangezogen wird, stammt aus einem der beiden Steamcracker am Standort, wo sie bei der Abkühlung und Reinigung von Prozessgasen entsteht. Mithilfe von Strom aus erneuerbaren Quellen wird auf diese Weise CO2-freier Dampf gewonnen, der zu einem Großteil in der Ameisensäureproduktion eingesetzt werden soll. Hier besteht das Potential, die entstehenden Treibhausgasemissionen mithilfe der Wärmepumpe um bis zu 98 % zu reduzieren. Ein kleinerer Teil des CO2-freien Wasserdampfs wird über das Dampfnetz am Standort weiteren BASF-Produktionsbetrieben zugeführt. Insgesamt werden durch die Wärmepumpe auf diese Weise jährlich bis zu 100.000 Tonnen Treibhausgasemissionen am Stammwerk des Unternehmens vermieden. Eine Inbetriebnahme der Anlage ist für das Jahr 2027 geplant.

„Wir halten an unseren Klimaschutzzielen fest: Bis 2050 wollen wir bei BASF netto null CO2-Emissionen erreichen. Gleichzeitig möchten wir unsere Kunden bestmöglich auf ihrem Transformationsweg unterstützen. Unser Standort in Ludwigshafen nimmt hierbei eine wesentliche Rolle ein. Wir wollen ihn zu einem führenden, nachhaltigen Chemiestandort für Europa entwickeln,“ so Uwe Liebelt, President Europäische Verbundstandorte, BASF. „Die Dampferzeugung zu elektrifizieren ist ein entscheidender Schritt auf unserem Weg, die Energie, die wir in der chemischen Industrie so dringend benötigen, nachhaltiger zu gewinnen. Unser integrierte Produktionsverbund ist in hohem Maße prädestiniert dafür, neue Technologien, wie die geplante Wärmepumpe, in industriellem Maßstab umzusetzen und zu skalieren.“

Neben Strom zählt Dampf zu den wichtigsten Energieträgern in der chemischen Industrie. Die Betriebe am Standort Ludwigshafen verwenden ihn in erster Linie als Prozessdampf in der Produktion – unter anderem zum Trocknen von Produkten, Aufheizen von Reaktoren oder zum Destillieren. Im vergangenen Jahr hat BASF in Ludwigshafen etwa 14 Millionen Tonnen Dampf eingesetzt. Mithilfe der Wärmerückgewinnung aus Produktionsanlagen deckt BASF bereits heute die Hälfte des Dampfbedarfs an seinem Stammwerk durch ein CO2-armes Verfahren. Die übrigen rund 50 % werden derzeit über Gas- und Dampfkraftwerke gewonnen.

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