Statistik der GDCh Wieder mehr Studienanfänger in der Chemie

Quelle: Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. 2 min Lesedauer

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Im Jahr 2023 starteten wieder mehr junge Menschen ein Chemiestudium. Die Zahl der Master- und Staatsexamen-Absolventen sank hingegen, während die Promotionen stiegen. Die GDCh hat die wichtigsten Zahlen in ihrer jährlichen Statistik zu den unterschiedlichen Chemiestudiengängen zusammengefasst.

Im Jahr 2023 begannen 8248 Anfänger einen Chemiestudiengang, was einem Anstieg von 1,4 % gegenüber 2022 entspricht.(Bild:  frei lizenziert / Pexels)
Im Jahr 2023 begannen 8248 Anfänger einen Chemiestudiengang, was einem Anstieg von 1,4 % gegenüber 2022 entspricht.
(Bild: frei lizenziert / Pexels)

Im Jahr 2023 begannen insgesamt 8248 Anfänger einen Chemiestudiengang: 1,4 % mehr als im Vorjahr (2022: 8137). Das zeigt die jährliche Statistik für Chemiestudiengänge der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh).

Die Anzahl der Studierenden, die einen Chemiestudiengang mit einem Master oder dem Ersten Staatsexamen abgeschlossen haben, beläuft sich auf 3483 (2022: 3761). Die Zahl der Promotionen stieg nach einem Einbruch im Vorjahr (2022: 1883) im letzten Jahr wieder auf 2040. Der Einstieg ins Berufsleben gelang stellensuchenden Absolventen mit abgeschlossener Promotion ähnlich gut wie im Vorjahr.

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In den einzelnen Studiengängen ergaben sich folgende Ergebnisse:

  • Im Bereich Chemie/Wirtschaftschemie meldeten die Hochschulen 5024 Studienanfänger/-innen (2022: 5061). 1891 Studierende (2022: 2242) schlossen ihr Bachelorstudium erfolgreich ab, 2111 erhielten ihren Masterabschluss (2022: 2201). Die Studiendauer betrug im Median 7,0 Semester bis zum Bachelorabschluss (2022: 7,0) und 5,3 Semester bis zum Masterabschluss (2022: 5,3). Im Jahr 2023 promovierten 1771 Personen in Chemie/Wirtschaftschemie (2022: 1648). Die Promotionsdauer lag im Median bei 8,4 Semestern (2022: 8,1).
  • In Biochemie und Life Sciences begannen 1680 Personen ihr Studium (2022: 1619). Die Zahl der Bachelorabschlüsse betrug 905 (2022: 902), die der Masterabschlüsse sank auf 807 (2022: 867). Die Zahl der Promotionen stieg auf 210 (2022: 178). Die Studiendauer betrug im Median 6,9 Semester für Bachelorabschlüsse (2022: 6,7), 5,4 Semester für Masterabschlüsse (2022: 5,2) und 9,3 Semester für Promotionen (2022: 9,3).
  • In der Lebensmittelchemie sank die Zahl der Studienanfänger, von 325 im Vorjahr auf 307. Insgesamt bestanden 150 Studierende die Hauptprüfung A (1.Staatsexamen) oder die Diplomprüfung (2022: 167) sowie 125 Personen die Hauptprüfung B (2. Staatsexamen) (2022: 149). Zusätzlich meldeten die Universitäten 132 Bachelor- und 133 Masterabschlüsse (2022: 146 bzw. 156). Die Zahl der Promotionen betrug 59 (2022: 57). Die Studiendauer bis zur Hauptprüfung A betrug im Median 10,9 Semester. Ebenfalls im Median dauerten Bachelorabschlüsse 6,7 Semester und Masterabschlüsse 4,5 Semester. Aufgrund einer zu geringen Datenbasis konnte keine mittlere Studiendauer für die Promotion ermittelt werden.
  • An Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) begannen 1237 Personen ein Chemiestudium (2022: 1132). Die Zahl der Bachelorabschlüsse sank auf 583 (2022: 774), die der Masterabschlüsse auf 415 (2022: 526). Die Studiendauer betrug im Median 8,0 Semester für Bachelorabschlüsse und 4,2 Semester für Masterabschlüsse.

97 % aller Bachelorabsolventen an Universitäten und 75 % an HAW schlossen ein Masterstudium an. Rund 83 % der Master-Absolventen an Universitäten begannen eine Promotion. Dieser Wert ist weiterhin geringer als im langjährigen Mittel (90 %) und scheint sich nun auf ein niedrigeres Niveau eingependelt zu haben.

Von knapp 50 % der promovierten Absolventen in Chemie ist der erste Schritt ins Berufsleben bekannt. Nach Daten der Hochschulen traten etwa 42,4 % eine Stelle in der chemischen und pharmazeutischen Industrie (2022: 44 %) an, 17,4 % (2022: 17 %) nahmen eine befristete Stelle im Inland an (inkl. Postdoc). 14,8 % waren nach dem Abschluss in der übrigen Wirtschaft tätig (2022: 14 %) und 9,8 % nahmen nach dem Abschluss eine Stelle im Ausland an (2022: 9 %). Rund 4,9 % blieben an einer Hochschule oder einem Forschungsinstitut (2022: 5 %) Rund 4 % der Absolventen hatten eine Stelle im öffentlichen Dienst inne (2022: 4 %). Zum Zeitpunkt der Erhebung galten 6,2 % als stellensuchend (2022: 5 %).

Der Wert der „echten“ Stellensuchenden dürfte wie in jedem Jahr etwas geringer sein. Aufgrund des Stichtags der Erhebung am 31.12. werden Absolventen, die im Januar oder Februar ihre neue Stelle antreten, noch als stellensuchend erfasst.

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