DIN EN 17892 kommt jetzt in die Wasserlabore
Was ist drin im Trinkwasser? Das bringt die Norm für die PFAS-Analytik

Ein Gastbeitrag von Dr. Ulrich Borchers, Bereichsleiter Wasserqualität
, IWW Zentrum Wasser 6 min Lesedauer

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Die neue Trinkwasserverordnung hat erstmalig sehr niedrige Grenzwerte für Perfluoralkylsubstanzen eingeführt. Unter deutscher Federführung wurde passend dazu eine robuste genormte Methode entwickelt, die den Weg vom Forschungslabor zu einem europaweit in hunderten Laboren angewendeten Verfahren genommen hat. Ein Überblick.

Die Analytik von PFAS in Trinkwasser erhält mit der DIN EN 17892 endlich eine Norm.(Bild:  © megaflopp - stock.adobe.com)
Die Analytik von PFAS in Trinkwasser erhält mit der DIN EN 17892 endlich eine Norm.
(Bild: © megaflopp - stock.adobe.com)

Die per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) sind die wichtigste neue Gruppe an Schadstoffen, für die in der neuen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) 2023 Grenzwerte eingeführt wurden. Dabei wurde in Deutschland neben der europäischen Regelung der Trinkwasserrichtlinie für die Summe aus 20 definierten Verbindungen (PFAS-20) aus gesundheitlicher Besorgnis ein weiterer nationaler Grenzwert für vier besonders toxische Vertreter aufgenommen (PFAS-4). Für diese vier Stoffe schlägt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority, EFSA) eine weitere und stärkere Begrenzung der Aufnahme der Stoffe über Lebensmittel und Trinkwasser vor.