Chemiepark-Management Das Chemiedreieck in Sachsen-Anhalt setzt auf Kooperation und die Profilierung der einzelnen Standorte
Gemeinsam Stärke zeigen ist das Motto der Chemie in Mitteldeutschland. Jeder der fünf Standorte im mitteldeutschen Chemiedreieck hat sein spezifisches Profil und bietet einen anderen Produktions- und Entwicklungsschwerpunkt.
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Als Chemiestandort hat das mitteldeutsche Chemiedreieck mit Zeitz, Leuna, Schkopau, Bitterfeld und Schwarzheide eine große Tradition. Jetzt, 20 Jahre nach der Wiedervereinigung, kann Sachsen-Anhalt im Konzert der deutschen Chemiestandorte gut mitspielen – dank hoher Investitionen in die Infrastruktur und der Ansiedlung zahlreicher Konzerne. Auch wenn der weltweite Konkurrenzdruck mittlerweile wächst. Denn das Anfang der 90er Jahre in Mitteldeutschland geborene Chemieparkkonzept ist ein echter Exportschlager geworden und das weltweit. Nach dem Boom in China rüstet nämlich jetzt auch der Mittlere Osten gewaltig auf und investiert große Summen in den Bau integrierter Chemiestandorte wie Chemaweyaat.
Gute Ideen und vor allem Investitionen in Innovation sind also gefragt, wenn Standorte im innerdeutschen und – wichtiger noch – im weltweiten Wettbewerb nicht abgehängt werden wollen. Das zeigt sich vor allem in der Wirtschaftskrise, die auch die Infrastrukturgesellschaften der Chemieparks nicht verschont hat. Aber mittlerweile geht es zumindest in Leuna seit Mai wieder aufwärts. Die Nachfrage der Standortkunden nach Dienstleistungen steige wieder, berichtet Infaleuna-Geschäftsführer Andreas Hiltermann, und auch die begonnen Baumaßnahmen liegen im Plan. Auf immerhin 250 Millionen Euro summieren sich die Investitionen in diesem Jahr, und bis zum Jahr 2012 sind vier weitere Projekte im Wert von 110 Millionen Euro angekündigt.
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