Kompressoren, Pumpen Zahnradpumpe im Einsatz als Mischdosierer

Redakteur: Redaktion PROCESS

Zahnradpumpen werden in der chemischen Industrie überwiegend zum Umpumpen und Dosieren eingesetzt. Einen neuen Weg ist jetzt Witte Pumps&Technology aus Uetersen gegangen. Die jüngst entwickelte Mischpumpe erschließt gleich mehrere neue Anwendungsgebiete.

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Zahnradpumpen werden in der chemischen Industrie überwiegend zum Umpumpen und Dosieren eingesetzt. Einen neuen Weg ist jetzt Witte Pumps&Technology aus Uetersen gegangen. Die jüngst entwickelte Mischpumpe erschließt gleich mehrere neue Anwendungsgebiete.

Anlass für die Entwicklung einer Zahnradpumpe für neue Einsatzgebiete war die folgende Problemstellung: Eine geringe Menge eines niedrigviskosen Reaktionsstoppers (0,015 kg/h mit einer Viskosität von 1 mPas) muss in eine höherviskose Polymerlösung (1 kg/h mit einer Viskosität von 10000 mPas) zudosiert werden. Weiterhin soll eine Druckdifferenz von 150 bar überwunden werden.

Die hohe Reaktionsgeschwindigkeit der Abbruchreaktion erfordert eine hohe Mischgüte in Verbindung mit einer sehr geringen Mischzeit, um so optimale Ergebnisse zu erzielen. Statische Mischer alleine haben sich in diesem Fall als nicht geeignet erwiesen, sowohl in ihrer Viskosität als auch in der Menge stark unterschiedlichen Stoffströme adäquat zu mischen.

Der Reaktionsstopper wird entgegen der Flussrichtung des laminaren Hauptstromes zudosiert, die so entstehenden Turbulenzen sorgen für eine erste Durchmischung der beiden Phasen. Da in dieser Anwendung der volumetrische Wirkungsgrad nur eine untergeordnete Rolle spielt, werden speziell nachgearbeitete Zahnräder eingesetzt. Durch die in die Zähne eingebrachten Bohrungen strömt ein Teil des Stoffgemisches zurück zur Saugseite und wird noch einmal mit dem Hauptstrom vermischt.

Um in kürzester Zeit eine möglichst homogene Mischung zu erzeugen, wird auf der Druckseite der Pumpe ein Teilstrom entnommen und zurück zum Pumpeneintritt geleitet. Die Menge dieses Teilstromes kann über ein Dosierventil exakt eingestellt werden. Zusätzlich ist ein statischer Mischer am Pumpenaustritt angeordnet.

Um bei Betriebstemperaturen von 250°C eine gleichmäßige Temperierung sicherzustellen, werden sowohl das Pumpengehäuse als auch der Mischer und die Produktflansche mittels Öl beheizt. Die kompakten Einbaumaße ermöglichen jederzeit den einfachen Ein- und Umbau der Pumpe und haben sich gerade in Pilotanlagen und für Versuche als äußerst vorteilhaft erwiesen.

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