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Wie deutlich die Grenzwerte letztlich unterschritten werden, steht aber erst fest, wenn der sogenannte Antennengewinn einberechnet wird. Dieser Parameter beschreibt, wie stark die eingespeiste Leistung in eine bestimmte Richtung gebündelt wird. Typische Werte für Stabantennen und Richtantennen liegen zwischen 5 und 9 dBi.
Was tun in Zone 1?
Neben der Einhaltung der Grenzwerte im Normalbetrieb fordert die IEC EN 60079-0 außerdem für Geräte zum Einsatz in der Zone 1 (Kategorie 2G, IEC Kategorie Gb) eine Fehlerfallbetrachtung, aus der sich in der Praxis eine Einschränkung der Komponentenauswahl auf bestimmte Atex-Ausführungen ergibt. Für die meisten marktgängigen Funkkomponenten liegt überdies ohnehin keine Zulassung für die Installation in Zone 1 vor. Einen üblichen Ausweg stellt der Einbau von konventionellen Funklösungen ohne Zulassung in Gehäuse dar, die der Zündschutzart Ex d (Druckfeste Kapselung) oder vergleichbaren Zündschutzarten entsprechen. Der Großteil solcher gekapselten Gehäuse aber besteht aus Metall, das die elektromagnetische Strahlung der Antenne stark abschirmt. Aus dem Inneren eines derartigen Gehäuses kann in der Regel nur eine hinter einer Glasscheibe platzierte, speziell auf das Gehäuse abgestimmte Planarantenne wirksam senden. Die Alternative ist die Verwendung externer Antennen, für die eine Atex-gerechte Ausführung dann aber natürlich Pflicht ist. In der Regel sind Modelle in der Schutzart Ex e (erhöhte Sicherheit) erforderlich. Die Beurteilung der abgegebenen Leistung im Fehlerfall stellt eine größere Hürde für den Einsatz von Funksystemen dar. Hier muss entweder eine Zertifizierung des eingesetzten Funksystems, etwa eines WLAN Access Points, erfolgen, oder eine zusätzliche HF-Begrenzungslösung zwischen Antennenschnittstelle des Funksystems und Antenne geschaltet werden.
Wahl der Funktechnologie
Bereits bewährte, prinzipiell industrietaugliche Funkstandards haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Wo es um den Einsatz tragbarer Bediengeräte, Barcodescanner und ähnlicher mobiler Arbeitsmittel geht, eignet sich WLAN (IEEE 802.11), das direkt auf dem Standard für kabelgebundenes Ethernet (IEEE 802) aufsetzt und auf die Übertragung Ethernet-basierender Protokolle zugeschnitten ist. WLAN bietet eine hohe Bandbreite, nämlich eine Bruttodatenrate von 11 Mbit/s bei der Variante 802.11b und 54 Mbit/s bei 802.11g. Zudem kann ein WLAN-Netz einen mobilen Teilnehmer – etwa einen PDA – unterbrechungsfrei von einem Access Point zum nächsten übergeben. Bei Bluetooth (IEEE 802.15) erreicht man mit modernen Systemen immerhin einen Durchsatz von bis zu 2 Mbit/s. Darüber hinaus ist Bluetooth aufgrund seiner synchronen Kommunikationsmodi eine sehr gute Basis für Echtzeitanwendungen.
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