Skalierung von Produktion und Infrastruktur
Wie gelingt der Wasserstoff-Hochlauf?

Ein Gastbeitrag von Dr. Isabel Kundler, Senior Advisor Electrochemistry
Dechema; Eva Kolle-Görgen, Doktorandin
TU Darmstadt 6 min Lesedauer

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Ohne ausreichende Mengen an grünem Wasserstoff wird die Chemieindustrie den Wandel zur klimaneutralen Vorzeigebranche nicht schaffen. Welche Hürden auf dem Weg zur Skalierung der Elektrolysekapazitäten noch zu nehmen sind und warum blauer Wasserstoff als Brückentechnologie fungieren kann.

Am Standort Herne plant Evonik den Bau eines Pilot-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff: Grafische Darstellung des Elektrolyseurs im ehemaligen Salzlager in Herne.(Bild:  Evonik)
Am Standort Herne plant Evonik den Bau eines Pilot-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff: Grafische Darstellung des Elektrolyseurs im ehemaligen Salzlager in Herne.
(Bild: Evonik)

Die Vorteile von grünem oder kohlenstoffarmem Wasserstoff liegen auf der Hand, und der Weg in eine Wasserstoffwirtschaft scheint vorgezeichnet. Dennoch, aktuell sind die verfügbaren Mengen an grünem Wasserstoff, hergestellt durch Wasserelektrolyse mit grünem Strom, sehr gering (Stand: März 2024). Für eine Hochskalierung des grünen Wasserstoffs braucht es zum einen große Mengen an erneuerbarer elektrischer Energie, aber auch entsprechende Elektrolysekapazitäten.

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An H2Giga sind die führenden deutschen Elektrolyseur-Hersteller beteiligt: Siemens Energy, Linde/ITM, AN-ES/H-TEC, Thyssenkrupp Nucera und Sunfire. Insgesamt sind über 120 Partner am Start. Neben den Elektrolyseur-Herstellern forschen und entwickeln Anlagenbauer, Engineering-Firmen, Edelmetallhersteller, Start-ups sowie Forschungsinstitute und Universitäten in 30 jeweils eigenständigen Projekten. Es geht um moderne Fertigungstechnologien, neue Materialien und verbesserte Komponenten. Die Projekte sind in drei Gruppen aufgeteilt: die Scale-up-Projekte, die Next Generation Scale-up-Projekte und die Innovationspool-Projekte.