Wasserstoffspeicherung Hydrogenious LOHC erhält offizielle Genehmigung für Wasserstoff-Großprojekt

Quelle: Hydrogenious LOHC 2 min Lesedauer

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Grünes Licht für Storage Plant „Hector“: Hydrogenious LOHC hat die Genehmigung für den Bau der weltweit größten Wasserstoffspeicheranlage im Chempark Dormagen erhalten. Mit innovativer LOHC-Technologie soll die Anlage ab Ende 2027 jährlich rund 1800 Tonnen Wasserstoff sicher speichern.

Im Chempark Dormagen in Nordrhein-Westfalen soll die weltweit größte kommerzielle Anlage für die Wasserstoffspeicherung im flüssigen organischen Wasserstoffträger entstehen.(Bild:  sport-fotografie.de)
Im Chempark Dormagen in Nordrhein-Westfalen soll die weltweit größte kommerzielle Anlage für die Wasserstoffspeicherung im flüssigen organischen Wasserstoffträger entstehen.
(Bild: sport-fotografie.de)

Die weltweit größte kommerzielle Anlage zur Speicherung von Wasserstoff im flüssigen organischen Trägerstoff Benzyltoluol hat die offizielle Bau- und Betriebsgenehmigung erhalten. Im Chempark Dormagen wird Hydrogenious LOHC bis Ende 2027 eine Anlage errichten, die jährlich rund 1800 Tonnen Wasserstoff sicher speichern kann. Das Projekt "Hector" setzt auf eine innovative und nun auch behördlich geprüfte Technologie, die einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten könnte.

Die Unterlagen für den Genehmigungsantrag wurden Ende Mai 2023 bei der zuständigen Behörde, der Bezirksregierung Köln, eingereicht und haben seitdem alle erforderlichen Prüfungsschritte erfolgreich durchlaufen, einschließlich der öffentlichen Auslegung und Anhörung. Die LOHC-Technologie von Hydrogenious gilt damit als ausgereift und behördlich geprüft, bereit für die Umsetzung und den Betrieb im industriellen Maßstab.

Die „Storage Plant“ wird am Covestro-Standort im Chempark Dormagen errichtet. Covestro Deutschland ist seit 2019 Gesellschafterin von Hydrogenious LOHC Technologies und beabsichtigt die Anlage mit Wasserstoff zu versorgen, der als RFNBO (Renewable Fuels of Non-Biological Origin / erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs) qualifiziert und in ihren Chlorelektrolyseanlagen produziert wird.

Das Projekt zielt auch darauf ab, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Weiterentwicklung der LOHC-Technologie zu gewinnen. Das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (Hi Ern), ein Institutsbereich des Forschungszentrums Jülich, unterstützt das Projekt und konzentriert sich dabei auf die Optimierung der Katalysatorleistung, die Sicherung der Qualität des Wasserstoffs und des LOHC sowie die Entwicklung robuster Qualitätssicherungsprozesse für industrielle Anwendungen. Das Projekt „Hector“ wird vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Programms progress.nrw mit neun Millionen Euro gefördert, wovon rund zwei Millionen Euro für die wissenschaftliche Arbeit des Hi Ern bestimmt sind.

Nach der Inbetriebnahme wird die Storage Plant Hector logistisch mit dem Ipcei Green Hydrogen @ Blue Danube von Hydrogenious verbunden, um über eine Dehydrieranlage (Release Plant) in der Region Ingolstadt industrielle Abnehmer in Südbayern mit Wasserstoff zu versorgen. Das Dachprojekt mit dem Namen LOHC Link soll eine umfassende und resiliente grüne Wasserstofflieferkette auf Basis von LOHC-BT schaffen. Diese soll als Blaupause für die Versorgung mit sauberem Wasserstoff in Gebieten dienen, die nicht unmittelbar über Hafen- oder Pipeline-Infrastrukturen erreichbar sind.

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