Hoffnungsträger Wasserstoff
Wasserstoff: Weg vom Hype, ran an die Arbeit

Ein Gastbeitrag von Dr. Florian Ausfelder, Leiter Fachbereich Energie und Klima
, Dechema 12 min Lesedauer

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Wasserstoff ist der neue Hoffnungsträger. Als universeller Energieträger und Rohstoff kann er den Übergang von Öl und Gas hin zu einem nachhaltigeren, treibhausgasneutralen Energiesystem ermöglichen. Die wissenschaftliche Basis ist da. Jetzt gilt es die Geschwindigkeit bei der Umsetzung zu erhöhen.

Der elektrisch beheizte Steamcracker der BASF: Durch jeden Transformator fließt ein Strom von mehreren tausend Ampere. (Bild:  BASF)
Der elektrisch beheizte Steamcracker der BASF: Durch jeden Transformator fließt ein Strom von mehreren tausend Ampere.
(Bild: BASF)

Wasserstoff ist ein wahrerer Tausendsassa. Anwendungsgebiete gibt es viele: vom Einsatz in Brennstoffzellenfahrzeugen, über die Rückverstromung zur Überbrückung von Dunkelflauten in der Stromerzeugung, der Nutzung als Brenngas für Hochtemperaturprozesse, der Verwendung als Reduktionsmittel zur Metallerzeugung sowie der Herstellung von chemischen Rohstoffen oder Kraftstoffen.

Allerdings ist Wasserstoff ein Sekundärenergieträger, der heute zumeist vor Ort aus Erdgas über die Dampfreformierung erzeugt wird, was mit einem entsprechenden Treibhausgasausstoß verbunden ist. Daher ist von entscheidender Bedeutung, dass der zukünftig verwendete Wasserstoff möglichst treibhausgasarm ist.