22.01.2014

Druckausgleichsventile

Druckausgleichsventile sind der letzte Sicherheitsmechanismus, um das Silo und das Bedienpersonal bei abnormen Druckverhältnissen zu schützen.

Druckausgleichsventile sind der letzte Sicherheitsmechanismus, um das Silo und das Bedienpersonal bei abnormen Druckverhältnissen zu schützen. Bei plötzlich auftretenden Über- oder Unterdruckanomalien müssen die Ventile absolut zuverlässig funktionieren und augenblicklich einen Druckausgleich herstellen können. Solche Gefahrensituationen entstehen vor allem bei der pneumatischen Befüllung des Silos durch Silofahrzeuge. Wird z.B. das Produkt vom Fahrzeug in den Silo eingeblasen, und kann die überschüssige Luft aufgrund technischer Probleme wie z.B. verstopfte Filterelemente nicht ausströmen, entsteht sehr schnell Überdruck, der irreparable Schäden an der Silostruktur verursachen kann.

Druckausgleichsventile sind an einem in das Silodach eingeschweißten Stutzen geflanscht, und reagieren auf abnorme Druckverhältnisse im Silo. Gängige technologische Lösungsansätze hierfür sind vor allem federbelastete und gewichtsbelastete bzw. Membran-Druckausgleichsventile. Federbelastete Ventile von WAM® reagieren auf abnorme Druckverhältnisse mit Hilfe eines innen liegenden, scheibenförmigen Deckels, der an Spiralfederstäben aufgehängt ist (Unterdruck), und einem außen aufliegenden, gefederten Stahlrings (Überdruck). Membran-Druckausgleichsventile vom Typ VHS-C dagegen arbeiten mit einer Membran und Gegengewichte, die das Ventil unter normalen Bedingungen geschlossen halten. Darüber hinaus verfügen diese Duckausgleichsventile über einen Abluftstutzen aus SINT® - Polymer, der zur Ableitung entweichender Stäube an eine Rohrleitung angeschlossen werden kann. Der spezielle Polymer - Werkstoff verhindert Materialanbackungen.