Wasserstoffspeicherung, -transport und -versorgung Vopak und Hydrogenious gründen JV für Wasserstofflogistik

Quelle: Hydrogenious LOHC Technologies 2 min Lesedauer

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Unter dem Namen LOHC Logistix wollen Vopak und Hydrogenious LOHC Technologies ein gleichberechtigtes Joint Venture für die Speicherung, den Transport und die Lieferung von Wasserstoff auf der Grundlage der LOHC-Technologie von Hydrogenious gründen. Ziel ist es, LOHC-Marktlösungen und groß angelegte Pilotprojekte voranzutreiben.

LOHC-Einspeicheranlagen wie diese sollen im Chempark Dormagen und in Rotterdam, Niederlande, errichtet werden.(Bild:  Hydrogenious LOHC Technologies)
LOHC-Einspeicheranlagen wie diese sollen im Chempark Dormagen und in Rotterdam, Niederlande, errichtet werden.
(Bild: Hydrogenious LOHC Technologies)

Wasserstoff wird aller Voraussicht nach in zukünftigen Energiesystemen eine entscheidende Rolle spielen. Bei der Handhabung des flüchtigen Wasserstoffs hat die von Hydrogenious entwickelte LOHC-Technologie (Liquid Organic Hydrogen Carrier) das Potenzial, die Entwicklung des internationalen Wasserstoffmarktes entscheidend voranzubringen. Der LOHC-Pionier aus Deutschland verwendet als flüssigen organischen Wasserstoffträger (LOHC-BT) das Thermalöl Benzyltoluol, das in der Industrie bereits als Wärmeträger etabliert ist und ideale Eigenschaften für die sichere Handhabung in Häfen besitzt.

Aufgrund seiner Charakteristika als schwer entflammbarer und nicht explosiver Wasserstoffträger mit einer hohen volumetrischen Energiedichte kann Benzyltoluol wie ein fossiler Flüssigbrennstoff in der bestehenden Infrastruktur, sowie in Tankern und anderen Fahrzeugen bei Umgebungsdruck und -temperatur gehandhabt werden. So lässt es sich hervorragend in die bestehende Hafeninfrastruktur integrieren sowie in Fahrzeugflotten mit Schiffen, Eisenbahnwaggons und Tankwagen transportieren. Nach der Freisetzung des Wasserstoffs (Dehydrierung) kann das LOHC viele hundert Mal wiederverwendet werden, um Wasserstoff erneut zu binden.

Hydrogenious LOHC Technologies hat in den letzten Jahren LOHC-Systeme im Pilotmaßstab an Partner in verschiedenen Ländern wie Finnland, Deutschland und den USA verkauft und diesen Sommer die erste vollständige LOHC-Lieferkette für Wasserstoff-Mobilität realisiert: Hydrogenious beliefert die Wasserstoff-Tankstelle in Erlangen, Deutschland mittels LOHC, was eine weltweite Premiere darstellt.

Das Joint Venture LOHC Logistix mit Sitz in Deutschland soll beide Parteien in ihren Bemühungen unterstützen, Abnehmer mit grünem Wasserstoff zu versorgen, wobei der Transport mittels LOHC per Schiff, Zug oder Tankwagen erfolgt. Für den Transport und die Lieferung soll das Joint Venture sowohl Hydrierungs- als auch Dehydrierungsleistungen von/bei den jeweiligen LOHC-Anlagenbetreibern einkaufen und den weiteren Transport organisieren.

Darüber hinaus haben sich die Partner dazu verpflichtet, die Errichtung der im Chempark Dormagen geplanten LOHC-Einspeicheranlage, für die der Startschuss im Jahr 2021 gegeben wurde, sowie den Bau einer Freisetzungsanlage in Rotterdam mit einer Kapazität von 1,5 Tonnen Wasserstoff pro Tag zu beschleunigen. Beide Parteien haben die Absicht, den Ausbau weiter zu forcieren.

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