Technologie für die Energiewende Verdichter für Wasserstoff-Fabrik

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Lubmin bekommt eine Wasserstoff-Fabrik – und Kompressorspezialist Aerzen kann sich über Aufträge für den VRW 536M freuen. Auf der Achema erfolgte die Unterschrift: Betreiber HH2E setzt bei der geplanten Wasserstoff-Fabrik in Lubmin auf das Kompressor-Knowhow von Aerzen.

Grund zum Feiern: Aerzen und HH2E unterzeichneten auf der Achema den Vertrag über die Lieferung von drei Aggregaten zur Wasserstoff-Kompression in Lubmin.(Bild:  Ernhofer/PROCESS)
Grund zum Feiern: Aerzen und HH2E unterzeichneten auf der Achema den Vertrag über die Lieferung von drei Aggregaten zur Wasserstoff-Kompression in Lubmin.
(Bild: Ernhofer/PROCESS)

HH2E produziert grünen Wasserstoff im industriellen Maßstab mit überschüssigem Strom aus Wind- und Sonnenenergie und plant, bis 2030 Produktionsanlagen in Deutschland mit einer Gesamtkapazität von mindestens 4 GW zu installieren. Ein Werk befindet sich aktuell in Lubmin im Aufbau. Die 100-MW-Anlage soll pro Jahr rund 6. 000 Tonnen (über 200 .000 MWh) grünen Wasserstoff produzieren und nach und nach auf ein Gigawatt und mehr expandieren. Für die Verdichtung sollen drei VRW 536M Aggregate von Aerzen mit einem Volumenstrom von je ca. 4.700 m³/h sowie einem Enddruck von je 8,0 bar zu einem Auftragswert im oberen siebenstelligen Bereich zum Einsatz kommen.

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„Der VRW 536M ermöglicht die Verdichtung von gesättigtem Wasserstoff mit bisher unerreichter Effizienz und Differenzdruck und ist ein wichtiger Baustein für die Wasserstoffwende“, unterstrich Christian Meyer von Aerzen bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung am Messemittwoch in Frankfurt. Langfristig soll die Partnerschaft beider Unternehmen weiter intensiviert werden.

Maßgeschneidert für die Wasserstoff-Wirtschaft

Der VRW 536M wurde speziell für die effiziente und sichere Kompression von Wasserstoff entwickelt und vereint die Vorteile eines ölfreien Verdichters (keine Verunreinigung des Mediums) mit einem hohen Druckverhältnis (max. 10 bar (a)) und einem hohen Wirkungsgrad auch bei leichten Gasen (Wasserstoff/Helium). Das ex-geschützte Aggregat bietet einen großen Regelbereich und kann daher mit den Schwankungen, die bei der Nutzung von erneuerbaren Energien typischerweise auftreten, optimal umgehen.

Als Schraubenverdichter kann der VRW 536M auch größere Volumenströme bis 6.000 Nm³/h verarbeiten und ist damit das perfekte Bindeglied zwischen Elektrolyseur und Hochdruckverdichtern. Durch die Vorverdichtung (Booster) der großen H2-Volumenströme auf höhere Zwischendrücke können die Hauptverdichter (Kolbenverdichter) deutlich kleiner und günstiger ausgeführt werden. Das ermöglicht signifikante Kosteneinsparungen.

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