Verschiedene Arten von Robotern übernehmen Wartungsaufgaben in Prozessanlagen, die für gewöhnlich von Menschenhand ausgeführt werden. Die Softwarelösung OpreX Robot Management Core von Yokogawa soll die Verwaltung dieser Roboter vereinfachen.
In Öl- und Gas-, Chemie- und anderen Produktionsanlagen müssen einige Routineaufgaben an risikoreichen Orten durchgeführt werden – wie Inspektionsarbeiten in großen Höhen, in geschlossenen Räumen und in gefährlichen Umgebungen. Ein weiteres Problem ist der Personalmangel für die Bedienung von Anlagen und Maschinen. Daher besteht immer mehr Bedarf an Robotern, die sich autonom in den Anlagen bewegen, die Datenerfassungsaufgaben übernehmen, die bisher von Personal ausgeführt wurden, und außerdem Aufgaben übernehmen, die über menschliche Fähigkeiten hinaus gehen. Gleichzeitig besteht in Anlagen der Bedarf an einem effizienten Management verschiedener Robotertypen.
Yokogawa nahm 2019 Gespräche mit Roboterherstellern auf und entwickelte im darauffolgenden Jahr den Prototyp einer Robotermanagement- und -betriebsplattform, die seitdem in Proof-of-Concept-Feldtests bei mehreren Kunden eingesetzt wird. Auf dieser Grundlage hat Yokogawa diese Software entwickelt – mit dem Ziel, die Einführung von Robotern in Betrieben zu erleichtern.
OpreX Robot Management Core ist eine Softwareanwendung, die die Sicherheit und Effizienz bei der Wartung von Anlagen verbessert, indem sie den Einsatz von Robotern erleichtert. Je nach Kundenanforderung kann sie entweder in einer On-Premises- oder Cloud-Umgebung eingesetzt werden.
Die Software ermöglicht die Registrierung, Verwaltung und den Betrieb mehrerer Robotertypen auf einheitliche Weise. Sie unterstützt den vierbeinigen Roboter Spot von Boston Dynamics und den autonomen, explosionsgeschützten Anlageninspektionsroboter EX ROVR von Mitsubishi Heavy Industries. Der Verwaltungsbildschirm der Software, mit dem der Benutzer den Status der einzelnen Roboter überprüfen kann, wird in einem Webbrowser angezeigt und ermöglicht so den Fernbetrieb.
Einsätze können im Voraus registriert werden, und es kann zwischen manueller und zeitgesteuerter Ausführung gewählt werden, damit die Roboter Patrouillen und Inspektionen in der Anlage durchführen. Die von den Robotern während der Patrouillen und Inspektionen erfassten Daten, werden in einer Datenbank gespeichert und können von anderen Anwendungen genutzt werden. Inspektionsaufgaben wie die visuelle Bestätigung von Zählern und die Aufzeichnung von Daten können dann automatisch von OpreX Robot Management Core erledigt werden, wenn OpreX Plant Image Analyzer verwendet wird. Der Plant Image Analyzer ist ein neues Produkt, das eine KI-basierte Analyse von Bildern analoger Instrumentenanzeigen und Füllstandmessungen durchführen und diese automatisch als Prozessdaten aufzeichnen kann.
Dieses Produkt wurde so entwickelt, dass es sich mit dem OpreX Collaborative Information Server von Yokogawa verbindet. Auf diese Weise können die von den Robotern erfassten Daten mit Daten aus Steuerungssystemen, sicherheitsgerichteten Systemen und integrierten Asset-Management-Systemen für ein zentrales Management kombiniert werden. Das bedeutet, dass die Anwendung und Datenanalyse nicht nur für Wartungsaufgaben, sondern auch für andere betriebliche Aufgaben einfach durchgeführt werden kann. Wird auf dem OpreX Collaborative Information Server eine Schnittstelle für den Robotereinsatz aufgebaut, ermöglicht dies die Entsendung von Robotern zu Anlagenstandorten und die Durchführung von Sicherheitsinspektionen auf Basis erkannter Alarme.
Mit der Entwicklung von OpreX Robot Management Core ist Yokogawa in der Lage, seine Lösung für den Robotereinsatz zur Erhöhung der Sicherheit am Arbeitsplatz vollständig zu implementieren. Durch Beratung, Unterstützung bei der Auswahl und Beschaffung von Hard- und Software von strategischen Partnern sowie durch technische und betriebliche Unterstützung kann Yokogawa Kunden bei der Lösung von Problemen in ihren Unternehmen helfen und spezifische Roboter- und Drohnenanwendungen entwickeln.
In Zukunft wird die Software auch eine größere Auswahl an Robotern und Drohnen unterstützen. Darüber hinaus wird Yokogawa auch Anwendungen entwickeln, die die KI-Technologie nutzen und die Funktionen erweitern, um u.a. die Ausgabe von Anweisungen an Roboter zu ermöglichen, die mit den Arbeitsabläufen des Steuerungssystems verbunden sind.
Stand: 08.12.2025
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