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Überwachung der Übergabeschurre
Der Kunde profitiert von der sicheren Überwachung der multivariablen Übergabestelle. Es kommt zu keinerlei Verschleiß, da keine Produktberührung zwischen Messtechnik und Fördergut stattfindet. Zudem ist die Messtechnik unempfindlich gegenüber den starken Erschütterungen bzw. Vibrationen, die besonders an der Bandübergabestelle auftreten.
Die geschlossene Übergabeschurre zur Weiterleitung der Asche an das nachfolgende Silo ist hinsichtlich Materialfluss und Rückstau zu überwachen. Die geneigte Übergabeschurre leitet die Asche direkt aus dem Verbrennungsprozess in das nachgeschaltete Silo. Leichte Anbackungen des Fördergutes auf der Schurre können gelegentlich auftreten, zudem ist das Produkt abrasiv. Die Asche fällt kontinuierlich aus dem Prozess an, und ein unkontrollierter Rückstau muss im jedem Fall vermieden werden, da sonst ein negativer Einfluss auf den Brennprozess erfolgt.
Die Mikrowellenschranke Soliwave wurde an zwei Positionen der Schurre installiert. In der ersten Position (von unten nach oben) wird der Materialfluss durch die fortlaufende Dämpfung des Mikrowellensignals detektiert. Der seitliche Einbau oberhalb der Materialflusszone in der zweiten möglichen Position (quer zur Förderrichtung) erkennt den Rückstau in der Schurre durch den sprunghaften Anstieg in der Dämpfung des Mikrowellensignals.
Für den Kunden erwies sich wiederum die sichere Überwachung der geschlossenen Schurre als Vorteil, ebenso die leichte Zugänglichkeit der Messtechnik von außen. Auch hier kommt es zu keinerlei Verschleiß, da das Produkt die Messtechnik nicht berührt.
Konstanter Materialstrom in Verbrennungsanlagen
In der Verbrennungsanlage muss die Vorlageschurre auf einem möglichst konstanten Füllstand gehalten werden, damit der nachfolgende Verbrennungsprozess konstant betrieben werden kann. Zudem ist eine ausreichend große Menge Ersatzbrennstoff in der Vorlageschurre erforderlich, um den Luftabschluss sicherzustellen.
Ein konstanter Materialstrom aus Ersatzbrennstoff wird der Vorlageschurre zudosiert bzw. aus derselben in den Verbrennungsprozess abgezogen. Bei dem Ersatzbrennstoff handelt es sich um Schüttgüter unterschiedlichster Qualitäten aus der Papierindustrie. Ferner ist zu beachten, dass der Brennstoff in der Schurre zu Fließproblemen neigt und aus diesem Grund Einbauten zu vermeiden sind.
Die Mikrowellenschranke überwacht zwei Betriebspunkte in der Vorlageschurre: einen Minimum- und einen Maximum-Grenzstand. Die Position des Minimum-Grenzstandes stellt durch eine ausreichende Menge an Ersatzbrennstoff den Luftabschluss zum Prozess sicher. Das Signal des Maximum-Grenzstandes in der Schurre stellt sicher, dass eine Überfüllung und damit ein Rückstau zu dem vorgeschalteten Förderer vermieden wird.
Die Detektion des Grenzstandes erfolgt jeweils einmal über die Längsseite und über die Querseite der Schurre. Bedingt durch die breite Ausführung der Vorlageschurre ist der Minimum-Grenzstand zur Überwachung einer gleichmäßigen Befüllung mit zwei parallelen Mikrowellenschranken ausgerüstet.
Fazit: Mit der neuen Mikrowellenschranke Soliwave FQR56/FDR56 bietet Endress+Hauser eine zuverlässige messtechnische Lösung, welche die berührungslose Grenzstanderfassung von Schüttgütern ermöglicht.
Auch für beengte Einbauverhältnissen gibt es kreative Lösungen, die es ermöglichen, diese berührungslose Technologie einzusetzen und damit deren Vorteile zu nutzen. Beispielhaft sei hier die Umlenkung des Signals durch eine 90°-Anbau am Sensorkopf erwähnt, da der seitliche Platz für die Sensoren am Einlauf einer Kugelmühle nicht gegeben ist. Ebenfalls ist der Einsatz von Reflektoren zur Umlenkung des Signals möglich.
Mit einem zusätzlichen Hochtemperatur-Adapter sind Anwendungen mit Temperaturen bis zu 450 °C möglich. Durch den großen Detektionsbereich bis zu 100 Metern ergeben sich weitere Einsatzmöglichkeiten, die bisher nicht realisiert werden konnten.
* Der Autor ist Mitarbeiter der Endress+Hauser Messtechnik GmbH & Co. KG, Weil am Rhein.
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