Anbieter zum Thema
Große Unterschiede im Aufbau
Auch bei Membranpumpen gibt es große Unterschiede im Aufbau. Viele herkömmliche Modelle verwenden Membranen aus spritzgegossenem Elastomer, bei denen die Membran nicht durch äußere Metall- oder Kunststoffteile stabilisiert wird. Im Gegensatz dazu wird bei der sog. Flachmembran die flache Elastomerscheibe beidseitig durch langzeitstabile Kunststoff- oder Metallteile geführt. Alle Vacuubrand-Membranpumpen sind mit Flachmembranen ausgestattet (Abbildung 1).
Die Membran besteht aus gewebeverstärktem FPM, mit medienseitiger PTFE-Folie bei Chemie-Membranpumpen, und trennt den Schöpfraum hermetisch vom Antriebsraum. Bei der abgebildeten Nicht-korrosiv-Ausführung bestehen die gasführenden Teile aus Aluminium und FPM. Bei Vacuubrand-Chemie-Membranpumpen bestehen diese aus dickwandigen Fluorkunststoffen mit Stabilitätskern, FFKM oder PTFE. Dank der Flachmembran und deren präziser Führung ist die Saugvermögenskurve nahe am idealen Verlauf, mit hohem Saugvermögen auch bei niedrigen Ansaugdrücken.
Im Langzeitversuch
Für einen zuverlässigen Dauerbetrieb als Vorpumpe ist nicht nur die Membranlebensdauer bis zum Ausfall (Membranriss) wichtig, sondern auch, wie lange die Membranpumpe das von der Turbopumpe benötigte Vorvakuum bereitstellen kann. Gerade hier zeigen herkömmliche, spritzgegossene Membranen Schwächen. Bei einem Dauerversuch ist also auch die Aufzeichnung des Endvakuums interessant. Vacuubrand hat vor mehr als fünf Jahren einen derartigen Dauerversuch mit sechs Membranpumpen MD 1 gestartet. Die Pumpen laufen seitdem mit Nenndrehzahl 1500 min-1 am Endvakuum, das permanent aufgezeichnet wird. Abbildung 2 zeigt das Ergebnis dieser Endvakuum-Aufzeichnung.
Alle Pumpen bleiben über den gesamten Zeitraum von über 40 000 Stunden besser als der spezifizierte Wert einer neuen Pumpe. Keine der 24 Membranen (sechs Pumpen á vier Membranen) fiel innerhalb dieser 43 000 Stunden aus.
Im praktischen Betrieb hängt die realisierbare Membranstandzeit von den Betriebsbedingungen ab. Kondensate oder Ablagerungen in der Pumpe beeinflussen die Lebensdauer der Membran negativ. Dennoch zeigen diese Resultate, dass sich mit derartigen Pumpen – zumindest bei sauberen Betriebsbedingungen – außerordentlich lange Wartungsintervalle realisieren lassen. Dies reduziert die Ausfallzeiten erheblich, was sich positiv auf die Cost-of-Ownership auswirkt.
(ID:28056650)