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Weil weltweit zahlreiche unterschiedliche Protokolle zum Einsatz kommen, muss die Funkübertragung protokolltransparent sein. In den Funksystemen werden die Daten ohne Eingriff in das Protokoll weitergeleitet. Damit sind die Funkmodule keine aktiven Teilnehmer im Bus-System, und sie benötigen somit keine eigene Bus-Adresse. Die Produktfamilie RAD-Line Serial von Phoenix Contact bietet die erforderliche Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit bei der Installation (Bild 2). Genutzt wird dabei die Funkübertragung über FHSS im lizenzfreien 2,4-GHz-ISM-Frequenzband. Damit wird eine robuste und störungsfreie Kommunikation erreicht.
Transparente Übertragung im Mesh-Netzwerk
Typischerweise können mit diesen Funkmodulen Distanzen von bis zu 2 km überbrückt werden. Bei einer möglichen Anzahl von 255 Teilnehmern im Mesh-Netzwerk lässt sich somit eine Anlage großflächig „ausleuchten“, und Informationen können an die zentrale Steuerung weitergegeben werden. Gerade bei der Überwachung von ausgedehnten Anlagen, wie in der Wasserversorgung oder bei der Überwachung von Unternehmensgeländen, kann die Integration von Informationen aus der Anlage einfach und schnell durchgeführt werden.
Basierend auf einer transparenten seriellen Kommunikation können über die RS485-Schnittstelle busfähige Teilnehmer als Slaves angeschlossen werden. Dies gilt für Remote-Steuerungen ebenso wie für die am häufigsten eingesetzten Bus-Systeme wie Modbus und Profibus wie auch für herstellerspezifische RS485-basierte Bus-Systeme.
So wichtig wie die Überwachung der Prozessinformationen ist auch die Diagnose der Funkstrecke. Gerade bei ausgedehnten Anlagen, in denen autarke Stromversorgungen wie Solarsysteme zum Einsatz kommen, ist eine Remote-Diagnose besonders interessant.
Dabei sind nicht nur Informationen zur Qualität der Funkübertragung, sondern auch Angaben zur Höhe der Versorgungsspannung oder Umgebungstemperatur von Bedeutung. Zusammen mit der robusten FHSS-Funkübertragung und der Selbstheilungs-Funktion im Mesh-Netzwerk steht eine Funk-Lösung zur Verfügung, die Signale in ausgedehnten Anlagen flexibel erfassen kann.
Dipl.-Ing. Andreas Senger ist Mitarbeiter im Produktmarketing Interface bei der Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont.
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